Ich erkläre diese Woche zur Studienwoche. Der Reihe nach. Am 2. März wanderte die dpa-Meldung „Labil und teilnahmslos“ durch die Presse. Dort wurden Ergebnisse des Studierendensurveys referiert. Hauptaussage: 1983 waren noch 54 % der Studierenden an Politik interessiert, heute noch 37 %. Immer mehr Studierende sehen sich als Teil der „politischen Mitte“. Unklar bleibt, was zwischen 1983 und heute war. Aber nehmen wir mal an, das stimmt so. Das könnte heißen, dass inzwischen einfach breitere Bevölkerungsschichten – jenseits der klischeehaften Akademikerkinder – an die Hochschulen kommen. Oder aber, dass das verschulte Bachelor-System keine Zeit für politisches Engagement lässt. Ersteres wäre gut (passt aber nicht zur Sozialerhebung), zweiteres ein Grund mehr, über die Reformbedürftigkeit der Bachelor-Reform nachzudenken.
Aus dem IAB kommt die Aussage, dass Ich-AG und Überbrückungsgeld jeweils für sich funktioniert haben, zu einem Instrument zusammengelegt aber kritisch zu betrachten sind. Das Potsdam-Institut schätzt das Risiko globaler Erwärmung höher als bisher bekannt ein. Der SWR hat 15 % für die Grünen in Baden-Württemberg gefunden. Und die Sonntagsfrage von emnid sieht keine Mehrheit für schwarz-gelb. Das Bundesverfassungsgericht gibt Studien des CCC zur Unsicherheit von Wahlcomputern weitgehend recht.
Die Moral? Ein Haufen Untersuchungen. Informationsflut. Die meisten tauchen nur als Mini-Meldungen auf. Welche Studie wirkmächtig wird, hat was mit Lotto zu tun: Wissenschaft meets Politik.
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