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Freitags aus Freiburg Nr.7: Zu Hartz IV aus Berlin
Diesmal kommt Freitags aus Freiburg – das ja eigentlich Freitags aus Freiburg oder von anderswo heißt - aus Berlin. Und weil in Berlin so unheimlich viel los ist und wenig Zeit zum Schreiben bleibt, nur ganz kurz: Chris und ich waren hier beim Treffen des grünen Bundesvorstands mit den Landesvorständen. Dabei haben wir u.a. in einem Papier zusammengefasst, wie man Hartz IV wirklich dringend überarbeiten müsste. Das Ergebnis findet ihr hier. Damit kommen in der aktuellen Debatte auch mal sinnvolle Vorschläge auf den Tisch! Grüße aus Berlin, Eure Silke.
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Freitags aus Freiburg Nr.3: Yorkshirepudding und Spätzle
Der neueste Trend in der Küchenpsychologie: Feiertagsbewältigungstipps für Patchworkfamilien. Jedenfalls sind mir einige Artikel aufgefallen, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben. Seltsamerweise wurde in den Jahren davor vor Weihnachten geunkt, dass eigentlich jede Familie an den Feiertagen mit Stress rechnen muss: „Hohe Erwartungen an Feiertagsidylle schlagen schnell in Familienstreit um“ war zu lesen, ohne das besondere Familienformen gemeint waren. Richtig gefährlich sind Feiertage aber auch für Singles: Auch die wurden schon vor dem Festtagsblues gewarnt. Steht demnächst auf den Weihnachtsbäumen „Vorsicht, der Einsatz dieses Baumes kann zu Psychostress führen, warnt Ihre Familienministerin“?
Meiner Erfahrung nach macht man sich und anderen immer dann das Leben schwer, wenn man versucht, vorgegebenen Mustern gerecht zu werden und andere nach ihrer Normerfüllung beurteilt. Zufriedenheit entsteht im Miteinander eher, wenn man nach den Wegen sucht, die ganz individuell für die jeweils Beteiligten passen. Traditionen und Gewohnheiten geben Halt, es können aber auch die selbst um- oder neu geformten sein. Familie ist dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sagen wir Grüne. Und natürlich miteinander feiert, erzählt, sich erholt und auch mal streitet. Darum geht es, Idealkonstellationen haben damit wenig zu tun.
Und was hat das Ganze mit Yorkshirepudding und Spätzle zu tun? In meiner Minifamilie mit englischen und deutschen Wurzeln gibt es zu Weihnachten traditionell Roastbeef (Bioland natürlich!), Yorkshirepudding und Sprouts (Rosenkohl). Typisch englisch sollte es sein, ganze Truthähne waren uns aber zu unpraktisch. Das griechisch-deutsche Elternhaus von Daniel Mouratidis hat sich – auf Facebook war es zu lesen – für Spätzle entschieden. Kleine Beispiele dafür, sich einfach eigene, stimmige Traditionen zu schaffen. In diesem Sinne: Allen kunterbunte Feiertage!
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Freitags aus Freiburg – oder von anderswo Nr.1
Nein, nein, die Zeiten sind noch nicht so schnelllebig, dass schon nach 20 Amtstagen die ersten Bilanzen gezogen werden. Wobei, als Minister sollte man das flott machen, sonst könnte vor dem Rücktritt keine Zeit mehr sein ;). Jetzt aber seriös: Dies ist der Beginn einer mehr oder weniger wöchentlichen Serie unter dem Titel „Freitags aus Freiburg – oder von anderswo“. Und da ich gewisse Anlaufschwierigkeiten hatte, ist jetzt nicht nur der Rückblick auf eine Woche im Amt, sondern auf ganze drei fällig.
Die erste Woche war noch recht entspannt, wobei das Restadrenalin für genug innere Unruhe sorgte. Es gab tolle Presseberichte zu bestaunen (Titelfoto in Sonntag aktuell!) und nette Glückwünsche zu beantworten. Am Dienstag trat ich allerdings gleich ins erste Fettnäpfchen, das aus schokobezogener Schaummasse bestand. Näheres auf facebook. Mittwochs dann Rekord-GLV(Geschäftsführender Landesvorstand): Acht Stunden sammeln und besprechen, was alles so ansteht. Und es hat Spaß gemacht! Der Start in der Landesgeschäftsstelle (LGS) war sehr nett, schnell war klar, was für eine verlässliche Stütze die Mitarbeiter_innen sind.
Die zweite Woche sieht allein schon im Kalender viel wilder aus, ein Termin jagte den anderen. Das erste gemeinsame Hintergrundgespräch mit dem SWR-Hörfunk war spannend und unterhaltsam, dem Gefühl nach für beide Seiten. Am nächsten Tag gleich der Ernstfall: Adhoc-Statement zur Verlagerung der C-Klasse bei Daimler. Eine schlechte Nachricht, für die Mitarbeiter_innen von Daimler und auch, weil Ba-Wü nun vollends zum Standort der Daimler-Luxuskarossen wird. Das völlig falsche Signal für’s Autoland.
Am Donnerstag treffen mit den grünen Bürgermeistern (nein, leider keine _innen). Eine nette, lebhafte und meinungsstarke Runde. An allen Tagen auch eine Menge Besprechungen. Nach kurzem Boxenstopp in Freiburg dann Wochenende mit spannenden Debatten bei der LAG WiSo (Öko-Handwerk und Kreativökonomie), sonntags bei der Grünen Jugend (GJ). Über 100 ebenfalls sehr meinungsstarke Junggrüne! Chris und ich hielten unser erstes Grußwort im Duett (diese Kunstform wurde vom bisherigen GJ-Vorstand Olli & Agnieszka eingeführt), wir dachten, das können wir auch. Thema: Igel (Wappentier der GJ) in der Politik.
Die jetzige dritte Woche brachte dann schon die ersten Neuerungen: Z.B. werden in Zukunft alle neu gewählten Kreisvorstände, von denen wir erfahren, von uns per Brief begrüßt (also meldet eure Wahlen!). Leider war ich durch eine Magenverstimmung etwas gehandicapt, eine Weihnachtsfeier beim Spanier bei Wasser und Brot zu verbringen ist schon blöd. Davon abgesehen ein schöner Abend von GLV und LGS. Und heute steht nun die erste Sitzung des Landesvorstands an, die Vorbereitung steht. Themen: Bildungsproteste, Jahresplanung, Klimagipfel. Und abends werde ich gleich zur Strohvorsitzenden: Chris bricht mit den Böblinger_innen nach Kopenhagen auf. Bei dieser Gelegenheit: Die Zusammenarbeit mit Chris ist eine Freude, wir sind selbst in der kurzen Zeit schon ein richtiges Team geworden.
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Für eine Klimaschutz-Offensive in Kopenhagen und in Baden-Württemberg
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