01Jan
Silke Krebs in: Freitags aus Freiburg, Grünes, Umwelt, Klima & Energie.
Um was kann sich eine Kolumne am Neujahrstag schon anderes drehen als um Vorsätze fürs Neue Jahr? Doch ich will hier nicht eine weitere Erörterung darüber liefern, was dieses Jahr angepackt werden müsste, nein, mein Ziel ist, das Sie und Ihr im Laufe dieses Textes möglichst viele Eurer Vorsätze gleich real umsetzt, um sie dann erleichtert von der Liste abhaken zu können. Denn welches Motto steht spätestens seit Kopenhagen in großen Lettern über dem kommenden Jahr und dem kommenden Jahrzehnt? Time to act, Zeit zum Handeln!
Nun geht’s los: Aus der Steckdose kommt immer noch nicht rein atomstromfreie Energie? Unter Atomausstieg-selber-machen lässt sich das sofort ändern. Vielleicht bieten auch Ihre Stadtwerke Ökostrom? Auch die gibt es sicher im Internet, kein Grund also, den Wechsel nicht sofort in die Wege zu leiten.
Ihr wollt Euch 2010 endlich an einer breiten Bürgerbewegung für Klimaschutz beteiligen? Eine Möglichkeit bietet tcktcktck.org. Kopenhagen hat nicht genug gebracht? Umso wichtiger, den Klimaschutz jetzt selber in die Hand zu nehmen! Ideen dazu liefern auch die Brüder Unfried in der taz. Aber nicht nur lesen, eine Idee gleich in Angriff nehmen!
Sie wollen sich gesünder und klimaschonender ernähren? Unter www.gemuesekiste.de finden Sie einen Anbieter für ein Öko-Gemüse-Abo. Jede Woche kommt frisches, ökologisch angebautes Gemüse frei Haus, nahezu automatisch wird der Speiseplan fleischärmer und vitaminreicher.
Oder wollt ihr euch politisch mehr engagieren? Dann könntet ihr unter hier sofort eine Onlinepetition unterstützen, die Euch am Herzen liegt. Oder Sie – ein bisschen Eigenwerbung sei gestattet – treten den Grünen bei unter www.gruene.de.
Wer sich vorgenommen hat, 2010 weniger Zeit im Internet zu vertrödeln und mindestens einen Vorsatz durchgeführt hat, darf jetzt den Rechner runterfahren. Die anderen erfahren noch einen meiner jetzt umgesetzten Vorsätze: Neben viel Politischem stand auf der Liste, einen Blogbeitrag mit vielen links hinzubekommen. Geschafft! Allen ein gutes, aktives und erfolgreiches Neues Jahr!
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11Dez
Christian Kühn in: Grünes.
Die ersten Wochen als neuer Landesvorsitzender waren für mich voller Termine und neuer Begegnungen, voller Arbeit und Freude. Zunächst war viel Pressearbeit angesagt, ich habe mein erstes Live-Interview im Frühstücksradio gegeben und erste Kontakte zur Landespresse aufgebaut.
Die ersten GLV-Sitzungen dauerten richtig lange und waren sehr produktiv. Auch unsere Gespräche und mit den MitarbeiterInnen der Landesgeschäftsstelle waren sehr gut und arbeitsintensiv. Ich freue mich wirklich sehr auf die Zusammenarbeit mit der Landesgeschäftstelle in den nächsten zwei Jahren.
Die ersten beiden Fraktionssitzungen im Landtag waren richtig spannend. Silke und ich wurden von den Abgeordneten sehr herzlich willkommen geheißen. Zentrale Themen der ersten Sitzungen waren Kinderbetreuung, Haushalt, PKW-Maut und die LBBW-Krise. Ich werde in Zukunft möglichst immer bei den Fraktionssitzungen dabei sein, um einen engen und vertrauensvollen Kontakt zur Fraktion zu pflegen und um mich in die Debatten der Fraktion einzumischen und die Position der Partei zu vertreten.
Ich hab unsere Grünen Bürgermeister kennen gelernt und mit ihnen über die fatale Haushaltslage der Kommunen gerade bei der Kinderbetreuung gesprochen. Ich freue mich schon richtig auf das nächste Treffen, denn die Bürgermeister haben schon ihren eigenen Politikstil – und das ist auch gut so. Wir Grünen werden uns in den nächsten Monaten an die Seite der Kommunen stellen. Die Steuersenkungen von Schwarz-Gelb auf Bundesebene sind Gift für die Kommunen.
Wir waren als GLV auch bei der Landesmitgliederversammlung der Grünen Jugend in Mannheim. Ich durfte zum Thema Jugend in der Krise sprechen und mit Silke im Duo ein Grußwort über „Igel in der Politik“ halten. Ich freue mich wirklich sehr auf die Zusammenarbeit mit der Grünen Jugend im nächsten Jahr und im Landtagswahlkampf.
Silke und ich haben in den ersten Wochen die Nominierung Oettingers als neuer EU-Energiekommissar und die Einigung auf Stuttgart 21 kritisiert und uns im Vorfeld von Kopenhagen für eine Klimaoffensive in Baden-Württemberg in der Presse und per Video-Botschaft ausgesprochen. Ich werde gemeinsam mit 50 Grünen aus Baden-Württemberg an der Großdemonstration am 12. Dezember in Kopenhagen teilnehmen und bei den bunten Protesten für ein verbindliches internationales Klimaabkommen demonstrieren.
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22Sep
Landesgeschäftstelle in: Bundespolitik, Das Netz, Grünes.

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Und damit die entscheidende Weichenstellung dafür, ob es endlich zu einem Politikwechsel in Deutschland kommt.
Du möchtest wissen, wofür die Grünen stehen: Wie sehen die grünen Rezepte zur Überwindung der Wirtschaftskrise aus? Was wollen die Grünen für den Klimaschutz tun? Wie wollen die Grünen mehr soziale Gerechtigkeit und Teilhabe verwirklichen? Wie lassen sich die Bürgerrechte und der Datenschutz stärken? Was sagen die Grünen zum Atomausstieg, und wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus?
Hast Du diese oder ganz andere Fragen an uns Grüne? Dann mach mit beim Chat mit Kerstin Andreae und Fritz Kuhn am 25. und 26. September jeweils um 19 Uhr! Unsere beiden baden-württembergischen SpitzenkandidatInnen stellen sich Deinen Fragen und diskutieren mit Dir:
www.chat.gruene-bw.de
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26Mrz
Silke Krebs in: Verkehr.
Das Wort kommt mir bei so manchen Krisenrettungsaktionen der letzten Zeit in den Sinn. Hemdsärmelig: Das heißt, Jackett ausziehen und loslegen. Mit den Händen. Aber wäre es nicht besser, auch den Kopf mitwirken zu lassen? Hemdsärmelig heißt immer auch, jetzt muss es schnell gehen, hoppla hopp. Und was später draus wird, überlegen wir: – später.
Wenn es nun also die Abwrackprämie (ein sehr hemdsärmeliger Begriff) bis Jahresende gibt, waren wir wieder mal schnell und beherzt zugange. Nur: was kommt danach? Wir haben bewirkt, dass sich all diejenigen Menschen mit neuen Autos eindecken die – vielleicht mangels Geldmangel – ihre Autos lange nutzen (mind. neun Jahr). Blöderweise bedeutet es aber auch, dass genau diejenigen vermutlich einige Jahre lang keine Auto kaufen werden. Mit zweierlei bösen Folgen: der Autoabsatz dürfte auf niedrigem Niveau verharren. Schlecht für die Autoindustrie. Und auch für die Umwelt. Denn jetzt sind neue Kleinwagen zwar klimafreundlicher als der alte Ford Taunus , aber so richtig CO2-arm sind die meisten dann doch nicht. Strenge Klimaregeln für die Prämie gab es ja nicht. Genau in dieser Sparte dürften dann auf Jahre nicht viel neue Autos abzusetzten sein. Dabei hoffen wir doch alle, dass es bald einen CO2-Ausstoss senkenden Innovationsschub auch bei Kleinwagen gibt. Mit deutlichen energiesparenden Motoren oder anderen Antrieben. Aber wer soll die dann kaufen? Wird uns dann wieder erzählt, die Leute seien wohl doch nicht so interessiert am Ökoauto? Wie schon mal Matthias Wissmann (VdA): „Müsliautos interessieren keinen.“
Die Liste der Hemdsärmeligkeiten ließe sich fortsetzen, ich mache lieber einen Genderschwenk. Hemdsärmelig ist eindeutig männlich. Niemand verbände, wenn es ihn gäbe, mit dem Begriff blusenärmelig puren Tatendrang. Vielleicht deshalb, weil Frauen risikobewusster sind (siehe Anke Domscheit am 23.03.09 in der taz)?
Mehr zu Grüne, Umwelt, Autos und Mobilitiät unter http://www.gruen-macht-mobil.de/
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