02Jun
Landesgeschäftstelle in: Das Netz,Europa,Grünes.

Die Europawahl steht vor der Tür. Gleichzeitig erscheint vielen Menschen Europa ganz weit weg. Aber die EU bestimmt unseren Alltag viel stärker als uns oft bewusst ist. In zahlreichen Politikbereichen werden die entscheidenden Weichenstellungen längst in Brüssel vorgenommen.
Du hast Fragen zur europäischen Politik? Du möchtest wissen, wie die Grünen zu wichtigen europapolitischen Fragen stehen? Dann mach mit bei unserem Chat mit Heide Rühle am Samstag 6. Juni um 19 Uhr unter www.chat.gruene-bw.de! Die Europaabgeordnete und Spitzenkandidatin der baden-württembergischen Grünen stellt sich hier Euren Fragen und diskutiert mit Euch über Europa.
http://www.chat.gruene-bw.de
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13Mrz
Uli Sckerl in: Innen, Demokratie & Recht.
Wir Grüne waren und sind gut beraten, uns seit Mittwoch nicht in den vielstimmigen Chor derer einzumischen, die 2 Stunden nach dem Amoklauf bereits wussten, wie die Lösungen aussehen. Diese „Klugscheißerei„ ist mir extrem zuwider. Taten wie die in Winnenden zeigen uns jenseits der sterilen Aufgeregtheit des Nachrichtenmarktes in Wirklichkeit unsere Grenzen auf, derartige Handlungen von Menschen überhaupt verstehen zu können.
Gründlich nachdenken und abwägen und dabei keine Tabus mehr zulassen, darum wird es aber dann ab den nächsten Tagen gehen.Mich irritiert dabei ebenso die Unbeirrbarkeit von Elternbeiräten, dass es nur am dreigliedrigen Schulsystem liegt (warum gab es dann im PISA-Siegerland Finnland auch einen schrecklichen Amoklauf?), wie das sofortige Vorpreschen der CDU mit der ganzen Phalanx ihrer Innenminister, deren Hauptbotschaft ist: Das Waffenrecht darf nun auf keinen Fall verschärft werden.
Nicht nur wir sehen es als wichtige Voraussetzung an, dass so weit wie nur irgend möglich die genauen Umstände der Tat und ihrer furchtbaren Folgen aufgeklärt werden.
Und dann sollten wir in Ruhe die ganze Bandbreite diskutieren. Und das gründlich.
Es geht dabei zentral und unausweichlich um eine neue Kultur des Sich-Umeinander-Kümmerns. Es geht um die Notwendigkeit, dass den Schülerinnen und Schülern mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. Es geht um die Frage, ob unsere individuelle Förderung und Betreuung ausreicht, ob wir bereits in der Lage sind, verdeckte Signale von SchülerInnen mit Problemen tatsächlich zu erkennen. Es geht um die Frage, was brauchen wir konkret? Vor allem zur Verbesserung der Betreuung. Sind SchulpsychologInnen und SchulsozialarbeiterInnen, die einmal pro Woche in der Schule sind, tatsächlich der Schlüssel für bessere Betreuung? Oder müssen es nicht einfach mehr LehrerInnen sein, muss nicht mit allem Ernst um eine neue Kultur des Vertrauens zwischen SchülerInnen und LehrerInnen gerungen werden?
Und wir brauchen eine nüchterne Diskussion über sonstige Konsequenzen. Dabei ist natürlich auch zu prüfen, ob und wie die Kontrolle der bestehenden Waffengesetze verbessert werden kann und ob weitere Verschärfungen des Waffengesetzes notwendig sind. Warum gehört es zur individuellen Freiheit eines Sportschützen oder Jägers, eine Zahl X scharfer Waffen und Munition in unbegrenzter Höhe zu Hause aufbewahren zu dürfen?
Das sind nur einige der bohrenden Fragen, die anstehen. Und ich fände es gut, wenn wir gerade vor Ort da eine gute und konstruktive Rolle spielen. Dazu sind gerade Eure Beiträge und Eure unterschiedliche Lebenserfahrungen erwünscht und sie werden sehr stark gebraucht! Mischt Euch bitte ein!
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