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Atom
26Apr

Aus Baden zur Menschenkette

Zweitverwertung von www.karlsruhe-gruener-machen.de

Es wurde bundesweit massiv mobilisiert – und auch ein paar Baden(er-Württemberger) wollten es sich nicht nehmen lassen, an der großen Menschenkette zwischen den AKWs Brunsbüttel und Krümmel teilzunehmen. 120 km waren zu überbrücken, mindestens 50.000 Menschen waren dazu rechnerisch notwendig, besser noch 80.000 – am Ende warens es 120.000 Menschen. Dazwischen wir paar Karlsruher/Freiburger/Mannheimer.

Freitag auf Samstag nacht ging es los. Der mit einer Anti-Atomfahne geschmückte Bus startete um 0:00 Uhr am Freiburger Bahnhof und war kurz vor 2:00 Uhr am Karlsruher Hauptbahnhof. Von dort ging es weiter nach Mannheim, wo wir die letzten Reisewilligen aufnahmen und dann den Rest der Nacht und den halben Tag bis Hamburg. Genauer gesagt, ins nördliche Hamburg, nach Halstenbek. Denn dorthin waren wir zugeteilt von den Organisatoren. (Unsere MdB Sylvia Kotting-Uhl kam mit dem Bus der Bundestagsfraktion und war zwar mit in der Kette, aber leider war die Entfernung zu groß, als dass sie sich bei uns hätte einreihen können.)

Ab 14:00 Uhr wurde die Straße in dem Mischgebiet, dem wir zugeteilt waren, halbseitig gesperrt. Wir fanden uns am Ende eines Wohngebietes wieder, danach kam Möbeleinkaufsparadiese – und  damit jede Menge Autoverkehr. Es gelang uns nicht ganz, die Kette zu schließen, am Ende fehlten uns 50 Meter – die wir mit Bändern und einem langen, grünen Kreidestrich schlossen. Bis 15:00 Uhr standen wir auf der Straße. Zwischendurch kam die Meldung, dass die Kette geschlossen sei, im Liveticker der taz, per Twitter und Facebook konnte man nachlesen, dass es zwar kleinere Lücken wie ei uns gab, dafür aber in Hamburg die Menschen in mehreren Reihen standen. Unglaubliche 120.000 Menschen fanden sich zur Menschenkette ein – ein deutliches Zeichen gegen den Atomkurs der Bundes- und unserer Landesregierung.

Zwischenzeitlich waren noch 3 Fahrradfahrer aus Karlsruhe zu uns gestoßen, die 450km der Gesamtstrecke mit Fahrrad und Tandem zurückgelegt hatten. Zurück konnten sie mit uns im Bus fahren.

Eigentlich war geplant, um 15:00 Uhr direkt zurück zu fahren, doch nach einer Abstimmung entschlossen wir uns, noch nach Hamburg zur Hafenstraße zu fahren, weil das die nächstgelegene Abschlusskundgebung war. Wir haben dort noch ein bißchen gefeiert, uns gestärkt und sind dann um 18:00 Uhr wieder zurück gefahren. Um 2:00 Uhr – nach genau 24 Stunden war der Bus wieder in Karlsruhe.

Alles in allem war es ein riesiges Erlebnis und wir sind sehr stolz darauf, an dieser Menschenkette teilgenommen zu haben, über die man sicherlich genau so lange reden wird wie über die Menschenkette von Ulm nach Stuttgart.


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26Jan

Neckarwestheim abschalten!


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07Jul

Endlich Abschalten! Anti-AKW-Demo in Neckarwestheim


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24Jun

Auf nach Neckarwestheim zur großen Demo gegen Atomkraft am 4. Juli!

Nur noch zehn Tage bis zur Anti-AKW-Großdemonstration in Neckarwestheim: Wir wollen am 4. Juli in Neckarwestheim zusammen mit einem breiten Bündnis aus Bürgerbewegungen und Umweltverbänden ein starkes Zeichen gegen Atomkraft und für die Stilllegung des Uraltreaktors Neckarwestheim I setzen. Die Demo beginnt um 13.30 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Bahnhof Kirchheim/Neckar. Danach setzt sich der Demonstrationszug in Gang. Die Hauptkundgebung wird vor den Atomkraftwerken Neckarwestheim stattfinden. Für uns Grüne wird unser Bundestagswahl-Spitzenkandidat Jürgen Trittin bei der Demo reden.

Also: Kommt alle und lasst und gemeinsam deutlich machen: Nein zum Ausstieg aus dem Ausstieg! Neckwestheim I abschalten!

Hier der Videoaufruf unseres Landesvorsitzenden Daniel Mouratidis:


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16Mrz

Milliardengewinne auf Kosten des Klimas und der Kunden

Die vier großen deutschen Energiekonzerne haben im vergangenen Krisenjahr zusammen einen Gewinn von 20 Milliarden Euro erwirtschaftet. Diese Märchengewinne haben die Kunden und das Klima bezahlt. Denn die Strom- und Gaspreise sind im europäischen Vergleich in Deutschland auf einem hohen Niveau. Dies liegt an der Struktur des deutschen Strommarktes mit seinem Oligopol aus Eon, RWE, Vattenfall und EnBW. Alleine durch die Beherrschung der Leipziger Strombörse, haben die vier Konzerne im Jahr 2007 einen Gewinn von 13,4 Milliarden Euro erzielt.

Dies zeigt ganz klar: Die Wettbewerbsaufsicht im deutschen Energiemarkt funktioniert nicht.

Ein Großteil dieser Gewinne stammt aus Kohle und Atom. So setzt der Vorstandsvorsitzende von Eon weiter auf die Uralt-Technologie Kohle: „Unsere großen Kohlekraftwerke bleiben das Rückgrat unserer Erzeugung in Mitteleuropa,“ so Wulf H. Bernotat bei der Bilanzpressekonferenz. Diese Strategie ist angesichts der Klimakatastrophe unverantwortlich und kurzsichtig. Denn bei keiner Art der Stromerzeugung wird mehr CO2 ausgestoßen als bei der Verbrennung von Kohle. Hinzu kommt, dass der Preis für Kohle auf dem Weltmarkt weiter steigen wird. Die Verstromung von Kohle ist nicht mehr lange wettbewerbsfähig.
Die vier deutschen Energiegiganten und ihrer Lobbyisten aus CDU/CSU und FDP werden nicht müde zu betonen, dass sich durch eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke der Strompreis für die Kunden senken würde. Dies ist aber nicht der Fall. Denn in Wirklichkeit würde eine Laufzeitverlängerung nur die Kassen der Stromkonzerne füllen, die mit jedem alten abgeschriebenen AKW eine Million Euro Reingewinn pro Tag machen. Somit würde eine Laufzeitverlängerung den Stromkonzernen Milliarden schenken und ihre Marktdominanz ausbauen. Sie könnten und sie werden höhere Preise durchsetzen. Eine Laufzeitverlängerung treibt also den Strompreis in die Höhe.

Für mich ist klar: Die Monopolstellung der vier Energiekonzerne muss gebrochen werden zugunsten von dezentralen Energieversorgungsstrukturen. Wir brauchen auch nicht mehr Kohle- und Atomstrom, sondern mehr Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Das ist gut für die Kunden und das Klima.


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