Unter dem Motto „Mir egal“ gibt es einen sehr netten Spot vom BUND, der auf die Probleme der Stromgewinnung durch Atomkraft aufmerksam machen soll. Weil es eben nicht egal ist, ob wir diese Risikotechnologie weiter betreiben und neben dem täglichen Risiko eines Unfalls oder Anschlags weiter tonnenweise gefährlichen Atommüll produzieren.
Nur noch zehn Tage bis zur Anti-AKW-Großdemonstration in Neckarwestheim: Wir wollen am 4. Juli in Neckarwestheim zusammen mit einem breiten Bündnis aus Bürgerbewegungen und Umweltverbänden ein starkes Zeichen gegen Atomkraft und für die Stilllegung des Uraltreaktors Neckarwestheim I setzen. Die Demo beginnt um 13.30 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Bahnhof Kirchheim/Neckar. Danach setzt sich der Demonstrationszug in Gang. Die Hauptkundgebung wird vor den Atomkraftwerken Neckarwestheim stattfinden. Für uns Grüne wird unser Bundestagswahl-Spitzenkandidat Jürgen Trittin bei der Demo reden.
Also: Kommt alle und lasst und gemeinsam deutlich machen: Nein zum Ausstieg aus dem Ausstieg! Neckwestheim I abschalten!
Hier der Videoaufruf unseres Landesvorsitzenden Daniel Mouratidis:
Vor ein paar Wochen hatten wir das erste reale Treffen der Gruppe Netzbegrünung. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, neue Impulse für die politische Arbeit im Netz zu setzen. Ein erstes Ergebnis war die Twitteraktion „ich wähle Grün weil…“, und der neueste Impuls ist die Blogparade – oder wie wir es nennen: die Digitale Wiese.
Wir wollen Diskussionen im Netz anstoßen, und anhand einer konkreten Fragestellung andere ermutigen, Antworten darauf zu geben.
Paula hat das hier sehr gut erklärt.
Die erste Digitale Wiese dreht sich um die Frage, ob das Nein zur Atomkraft noch Sinn macht. Am 4.7. demonstrieren wir zu diesem Thema auch in Neckarwestheim.
Wir freuen uns sehr über Menschen, die zu diesem Thema Artikel schreiben – gerne auch von solchen, die eine andere Meinung als die Grünen haben. Uns geht es um Diskussion und die Sammlung der besten Argumente. Die Beiträge werden alle gesammelt und am Ende zusammengefasst.
Ansonsten kann jede/r mit einem interessanten Thema und Fragestellung eine Digitale Wiese starten. Anfragen dazu bitte an admin@digitale-wiese.de.
Gleich zwei neue Meldungen überraschen (mehr oder weniger), besonders interessant, dass dieses Mal große Energiekonzerne wie Eon und Edf oder EnBW dahinterstehen.
Grüne werden häufig gefragt, wie sie den Ausstieg aus der Atomkraft kompensieren wollen, ohne dass eine Stromlücke entsteht. Dieses Märchen ist längst entkräftet.
Jetzt wird aber deutlich, warum die großen Energiekonzerne sich bisher so sehr gegen nachhaltige und lukrative Erneuerbare Energien gesperrt haben: stehen sie doch ihren Atomkraftwerken im Weg. So haben Edf und Eon angekündigt, dass sie keine neuen Atomkraftwerke in England bauen werden, wenn die Regierung nicht das Ziel von 35% Erneuerbaren bis 2020 hinunterkorrigiert. Denn die Windkraft macht Atomkraftwerke unwirtschaftlich, da bei starkem Wind zu viel Strom produziert werden würde, die Atomkraftwerke runtergefahren werden müssten. Das schmälert die Rentabilität für die Atomstromproduzenten und eventuell sind sogar nicht mal mehr die Fixkosten der Reaktoren während ihrer Lebenszeit zu erwirtschaften. Neben der vielen anderen gewichtigen Argumente gegen die Atomkraft (Hohes Risiko, Atommüll etc.) wird nun deutlich, dass diese unflexible Dinosauriertechnologie den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Wettbewerb auf dem Energiemarkt hemmt.
Übrigens der Anteil der Erneuerbaren Energien liegt in Großbritannien bei 2%, in Deutschland bei knapp 15 %.
Warum wohl haben die atomgläubige Landesregierung und die CDU in der Regionalplanung sowie die EnBW solange einen Feldzug gegen die Windkraft in Baden-Württemberg geführt?
In diesem Blog schreiben baden-württembergische Grüne aus unterschiedlichen politischen Ebenen und Zusammenhängen über aktuelle politische Themen aus Baden-Württemberg und darüber hinaus. mehr..