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	<title>BLOG.GRUENE-BW.DE</title>
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	<description>Blog der Grünen Baden-Württemberg: Grüne Politik im Ländle</description>
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		<title>Zur Kriminalstatistik: Bürgernahe Polizei statt Bürgerüberwachung!</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 10:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Sckerl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grünes]]></category>
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		<description><![CDATA[Die von der Landesregierung geplante flächendeckende Ausweitung von Videoüberwachung ist kein Allheilmittel zur Verhinderung von Gewalt im öffentlichen Raum. Es gibt Bereiche, da stärken Kameras schon das subjektive Sicherheitsgefühl von Menschen, so z.B. abends und nachts in Bussen und S-Bahnen. Das macht Sinn. Die Kamera künftig an jeder Ecke in unseren Kommunen aber kann weder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die von der Landesregierung geplante flächendeckende Ausweitung von Videoüberwachung ist kein Allheilmittel zur Verhinderung von Gewalt im öffentlichen Raum. Es gibt Bereiche, da stärken Kameras schon das subjektive Sicherheitsgefühl von Menschen, so z.B. abends und nachts in Bussen und S-Bahnen. Das macht Sinn. Die Kamera künftig an jeder Ecke in unseren Kommunen aber kann weder ständig kontrolliert werden noch Gewalttaten verhindern. Stattdessen werden mit den flächendeckenden Aufzeichnungen wahre Datenfriedhöfe angelegt. Nicht einmal das Personal ist vorhanden, um die zu erwartenden Datenmengen auszuwerten. In der Abwägung zwischen dem Schutz der Persönlichkeitsrechte der Bürger und völlig unbestimmten Sicherheitszwecken muss  mit Augenmaß vorgegangen werden und sehr eng umrissene Einsatzmöglichkeiten für Videoüberwachung gelten. So wie Rech das will, kommt das für uns nicht in Frage. Da muss der Schutz der Persönlichkeitsrechte der Bürger eindeutig den Vorrang haben.</p>
<p>Es muss vielmehr eine Rückkehr zu einer präsenten bürgernahen Polizei in den Gemeinden bei Volksfesten und großen Menschenansammlungen geben. Die Polizei kann keine Kamera ersetzen, deshalb ist die zunehmende Gewalt gegen Polizisten für uns ein ernstes Thema. Wir brauchen ein gesellschaftliches Bündnis, das derartige Gewalt ächtet.</p>
<p>Zum „Sicherheitseuro&#8220;, der vom Innenminister als Zuschlag zu den Fußballeintrittsgeldern ins Gespräch gebracht wurde muss bemerkt werden, dass die ewigen Debatten über die ausufernden Kosten für Sicherheit rund um Fußballspiele aller Ligen endlich ein Ergebnis haben müssten. An der Aufgabenteilung, hier Zuständigkeit der Vereine in den Stadien, dort Zuständigkeit der Polizei rund um die Stadien, kann sich aus Rechtsgründen nichts ändern. Wir sind nicht für die Ausdehnung der Kompetenzen von Sicherheitsdiensten in den öffentlichen Raum hinein. Es muss aber geklärt werden, ob nicht mindestens die Vereine der 1. bis 3. Liga ihren Beitrag zur Deckung der den hohen Kosten von Polizeieinsätzen leisten können.</p>
<p>Hinweis:<br />
Der aktuelle, noch nicht beantwortete Antrag der Landtagsgrünen zum Thema Videoüberwachung ist hier zu finden: http://www.landtag-bw.de/dokumente/initiativen/initiativen.asp?Art=AN&amp;Drs=14_5932 </p>

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		<title>das Jobwunder</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 16:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[grundeinkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltskürzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Zweitverwertet aus meinem Blog auf www.joergrupp.de:
Der Spiegel wundert sich über den Arbeitsmarkt in Deutschland. 7,5 % ,  relativ stabil ist die Quote in Deutschland. Einer der Gründe &#8211; neben  Demografie, Schaffung von Stellen im Pflege- und Erziehungsbereich wird genannt:
Außerdem hat die Industrie verhältnismäßig wenig  Arbeitsplätze abgebaut.  Ein Grund sind die moderaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zweitverwertet aus meinem Blog auf www.joergrupp.de:</p>
<p>Der Spiegel wundert sich über den Arbeitsmarkt in Deutschland. 7,5 % ,  relativ stabil ist die Quote in Deutschland. Einer der Gründe &#8211; neben  Demografie, Schaffung von Stellen im Pflege- und Erziehungsbereich wird <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,683193,00.html" target="_blank">genannt</a>:</p>
<blockquote><p>Außerdem hat die Industrie verhältnismäßig wenig  Arbeitsplätze abgebaut.  Ein Grund sind die moderaten Tarifabschlüsse  der Gewerkschaften. Und  viele Unternehmen nutzen das Instrument der  Kurzarbeit, für das die  Bundesagentur für Arbeit 2009 fast fünf  Milliarden Euro ausgab.</p></blockquote>
<p>Zum Realeinkommen konnte man noch im Januar hören und <a href="http://www.focus.de/karriere/perspektiven/realeinkommen-gehaelter-schrumpfen-gewaltig_aid_468412.html" target="_blank">lesen</a>, dass aktuell ein großer Teil der Bürger  weniger verdient wie 1990. Das ist schlicht ein Skandal. Denn es  bedeutet, dass die Last auf Arbeitsplatzerhalt überwiegend durch die  Gewerkschaften und Arbeitnehmer getragen wird.  Denn neben Berufen wie  Makler und Bankangestellten haben auch</p>
<blockquote><p>auch Führungskräfte  von den Lohnerhöhungen besonders  profitiert,  deren Bezüge seit 1990 bereinigt um die Inflation um  durchschnittlich 18  Prozent gestiegen seien.</p></blockquote>
<p>Daneben ist es also die Kurzarbeit, die den Arbeitsmarkt einigermaßen  in Schach hält. Schon zu Beginn der Krise ausgeweitet, wurde sie noch  einmal <a href="http://www.bmas.de/portal/40436/" target="_blank">verlängert</a>.  Und das geht zu Lasten derjenigen, die es am nötigsten haben. Denn  während die Industrie über 5 Mrd. Kosten durch die Kurzarbeit klagt,  fallen die 1,1 Mrd, die die Arbeitnehmer tragen, medial vällig unter den  Tisch. Hinzu kommen 6 Mrd. €, die die BfA trägt. Und das hat  interessante Konsequenzen: (aus einem Newsletter der BfA:</p>
<blockquote><p>&#8222;Es ist zutreffend dass es nach aktuellem Stand auf Grund  fehlender   Haushaltsmittel künftig nicht mehr möglich sein wird in  Neufällen   BEZ-Förderleistungen gem. § 16e IV S.1 SGB II zu bewilligen.  Als   Neufälle gelten dabei bisher noch nicht mittels BEZ geförderte    Leistungsbezieher sowie Leistungsbezieher bei welchen bisher in der 1.    Förderphase z.B. nur 12 Monate gefördert wurden.</p>
<p>Anschluss-Förderungen gem. § 16e IV S.2 SGB II nach Ablauf der 1.    Förderphase (nach 24 Monaten) sind im Augenblick weiter möglich.</p>
<p>Im Hinblick auf die Förderung mit EGZ sind aktuell noch    Haushaltsmittel vorhanden. Es ist jedoch zu erwarten dass die zur    Verfügung stehenden Mittel bereits vor Jahresende 2010 erschöpft sind.</p>
<p>In welcher Hinsicht sich im Laufe des Jahres noch Veränderungen    ergeben ist nicht absehbar.</p></blockquote>
<p>Hier handelt es sich um die Förderung nach Arbeitslosigkeit bzw. um  Eingliederungszuschüsse. Diese werden eiskalt gecancelt. Ich habe selbst  bei einem aktuellen Fall erlebt, dass eine zugesagte Einstellung mit  deiner Förderung wackelt, weil es keine Mittel für die förderung gibt &#8211;  eine Förderung, die der Mensch, den ich da vermittelt habe, dringend  nötig hat, damit er <strong>sozialversicherungspflichtig</strong> eingestellt  wird. Die Bundesregierung hat aktuell 900 Mio € im Haushalt zur  Förderung Langzeitarbeitsloser gekürzt.</p>
<p>Bei allem Verständnis: hier werden diejenigen gefördert, die Jobs  erhalten. Dabei fallen die runter, die erst gar keinen haben oder nur  sehr schwer bekommen, weil eins oder multiple Einstellungshindernisse  vorliegen. Das ist weder sozial gerecht noch erträglich. Gespart wird  wieder bei denjenigen, die am Nötigsten Hilfe brauchen Gleichzeitig wird  medial auf sie durch den Außenminister eingeschlagen und das Bild des  faulen Arbeitslosen projeziert, der zum &#8222;Schneeschippen&#8220; herangezogen  werden müsste. Und den Ärmsten wird sogar dasKindergeld verrechnet.</p>
<p>Rot-Grün hatte mit der Hartz-Gesetzgebung einige gute Ideen. Und auch  eine ganze Reihe von schlechten. Wie &#8222;fördern und fordern&#8220;, das zum  &#8222;fordern und fordern&#8220; verkommen ist. Mit vielen Regelungen, die durch  schwarz-gelb im Vermittlungsausschuss damlas durchgesetzt wurde. Aber  diese Regierung (und ihre Vorgängerregierung) schafft ein System  sozialer Kälte, das offen und einseitig Bessergestellten noch die  Förderungen der sozialen Marktwirtschaft zukommen lässt, alle anderen  aber sehr deutlich an den Rand drängt und von den Leistungen abhängt &#8211;  womit das sozialste Ziel der Hartz-Gesetze, nämlich auch den Empfängern  von Sozialhilfe Zugang zu den Instrumenten der Arbeitsförderung zu  schaffen, ad absurdum geführt wird.</p>
<p>Es wird Zeit für ein <a href="&quot;Es ist zutreffend dass es nach aktuellem Stand auf  Grund fehlender  Haushaltsmittel künftig nicht mehr möglich sein wird in  Neufällen  BEZ-Förderleistungen gem. § 16e IV S.1 SGB II zu bewilligen.  Als  Neufälle gelten dabei bisher noch nicht mittels BEZ geförderte   Leistungsbezieher sowie Leistungsbezieher bei welchen bisher in der 1.   Förderphase z.B. nur 12 Monate gefördert wurden.  Anschluss-Förderungen  gem. § 16e IV S.2 SGB II nach Ablauf der 1.  Förderphase (nach 24  Monaten) sind im Augenblick weiter möglich.   Im Hinblick auf die  Förderung mit EGZ sind aktuell noch  Haushaltsmittel vorhanden. Es ist  jedoch zu erwarten dass die zur  Verfügung stehenden Mittel bereits vor  Jahresende 2010 erschöpft sind.  In welcher Hinsicht sich im Laufe des  Jahres noch Veränderungen  ergeben ist nicht absehbar. " target="_blank">bedingsloses  Grundeinkommen</a>, für die Frage nach dem <a href="http://www.mitwelt.org/wachstum.html" target="_blank">Wachstum</a> und vor allem die Frage, wie der Reichtum dieses Landes und dieser  einen Welt verteilt werden soll. Den Reichen immer mehr, den Armen immer  weniger &#8211; es wird Zeit, dass das aufhört.</p>

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		<title>Freitags aus Freiburg Nr. 14: Überpünktliche Küchengespräche</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 12:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Krebs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin mir sicher, seit nun über 100 Tagen plagt Euch eine Frage: „Was bereden die Vorsitzenden denn so bei einer Tasse Kaffee?“ Darauf erhaltet Ihr heute anlässlich unseres 100-tägigen Jubiläums, das wir dieser Tage gefeiert haben, eine Antwort per Videoclip:

P.S.: Bitte dieser Tage nicht bei uns anrufen, wir halten die Telefone für Hollywood frei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mir sicher, seit nun über 100 Tagen plagt Euch eine Frage: „Was bereden die Vorsitzenden denn so bei einer Tasse Kaffee?“ Darauf erhaltet Ihr heute anlässlich unseres 100-tägigen Jubiläums, das wir dieser Tage gefeiert haben, eine Antwort per Videoclip:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="460" height="285" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Tjx_U18b6Wg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="460" height="285" src="http://www.youtube.com/v/Tjx_U18b6Wg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>P.S.: Bitte dieser Tage nicht bei uns anrufen, wir halten die Telefone für Hollywood frei ;)</p>

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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Landesgeschäftstelle</dc:creator>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Westermayer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch in grünen Wahlkämpfen wird &#8211; nach dem Motto &#8222;gleicher Lohn für gleiche Arbeit&#8220; &#8211; eine Zahl immer wieder genannt: die Aussage, dass zwischen Frauen und Männern ein Unterschied von 23 Prozent in der Entlohnung besteht. Kurz vom dem Internationalen Frauentag am Montag wurden Daten der europäischen Statistikbehörde veröffentlicht, die diesen &#8222;gender pay gap&#8220; noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in grünen Wahlkämpfen wird &#8211; nach dem Motto &#8222;gleicher Lohn für gleiche Arbeit&#8220; &#8211; eine Zahl immer wieder genannt: die Aussage, dass zwischen Frauen und Männern ein Unterschied von 23 Prozent in der Entlohnung besteht. Kurz vom dem Internationalen Frauentag am Montag wurden Daten der europäischen Statistikbehörde veröffentlicht, die diesen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Wage_Gap">&#8222;gender pay gap&#8220;</a> noch einmal deutlich vorgeführt haben. </p>
<p>Recht ausführlich hat beispielsweise die <a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EDB12BD81A3A7413E91A19AB334EB354E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> darüber berichtet. Kurz die wichtigsten Zahlen (Bezugsjahr ist hier 2008): EU-weit beträgt die Differenz in der Entlohnung zwischen Frauen und Männern 18 Prozent, in Deutschland sind es 23 Prozent mit leicht steigender Tendenz, ganz vorne liegen Estland mit 30 und Tschechien mit 26 Prozent. Am geringsten fällt die Differenz in Italien aus &#8211; 5 Prozent.</p>
<p>Es ist jetzt allerdings leicht, diese Zahlen falsch zu verstehen &#8211; und sie sind trotzdem alarmierend. Was hier gemessen wird, ist die prozentuale Differenz des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts zwischen allen  weiblichen und allen männlichen abhängig Beschäftigten in einem Land. Das bedeutet, dass die deutlich höhere weibliche Teilzeitquote direkt keine Rolle spielt: pro Stunde sollte der Lohn in einer 20-Stunden-Stelle bei gleicher Qualifikation etc. genauso hoch ausfallen wie der Stundenlohn in Vollzeit. Indirekt wirkt dies natürlich trotzdem, weil Führungspositionen immer noch sehr selten in Teilzeit vergeben werden. Wichtig ist, dass der &#8222;gender pay gap&#8220; nicht Löhne in gleichen Branchen oder in gleichen Arbeitsverhältnissen vergleicht, sondern &#8211; vermutlich deutlich &#8211; durch typische Frauen- und typische Männerberufe beeinflusst wird. Nicht berücksichtigt ist zudem die Frauenerwerbsquote (das erklärt einige der niedrigen Werte). </p>
<p>Anders gesagt: die Aussage, dass in Deutschland 23 Prozent Unterschied im Durchschnittsstundenlohn bestehen, heißt nicht unbedingt, dass Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer (auch das kommt vor, und ist noch immer ein Problem). Einen deutlich größeren Einfluss haben geschlechtsspezifische Berufswahlen: Frauen arbeiten häufiger in Bereichen, die schlechter bezahlt sind. So formuliert klingt das zunächst einmal nach individuellen Entscheidungen &#8211; die sind es aber nicht. Vielmehr spielen Stereotype (Mann verdient das Geld, Frau arbeitet nur nebenbei und erzieht die Kinder) und beispielsweise die verfügbare Infrastruktur in der Kinderbetreuung hierbei eine große Rolle &#8211; aber auch die Frage der Mindestlöhne als &#8222;untere Grenze&#8220; kommt ins Spiel. Sehr viel genauer erklärt dies <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a13/anhoerungen/anhoerung14/stellungnahmen/419b_16_13_maier.pdf">Friederike Maier</a> (<a href="http://db.genderkompetenz.info/deu/archive/events/gendlectkompetenz/2008_10_27_hu/">auch hier</a>). </p>
<p>Fazit dieser Doppelnummer des Grünzeugs am Mittwoch: der &#8222;gender pay gap&#8220; ist ein deutlicher Indikator für bestehende Ungleichheiten und große Baustellen für ein emanzipatorisch-feministisches Programm. Dahinter steht aber nicht an vorderster Stelle die ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, sondern die strukturelle Ungleichheit in der Erwerbstätigkeit in Deutschland aus Gender-Perspektive. Und genau da kann und muss die Politik ansetzen.</p>

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		<title>Freitags aus Freiburg Nr. 13: Aufwachen, die Herren Mappus, Westerwelle und Goll!</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 17:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Krebs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schon unglaublich, mit welchen Tatsachenverdrehungen derzeit ALG II-Empfänger_innen schlecht gemacht werden.
Ministerpräsident Mappus meint anmahnen zu müssen, dass „derjenige, der morgens aufsteht und arbeitet, mehr haben muss als der, der liegen bleibt“. Nun ist erstens der Alltag der wenigsten ALG II-EmpfängerInnen vom morgendlichen gemütlich im Bett bleiben geprägt, zweitens hat der Paritätische Wohlfahrtsverband gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon unglaublich, mit welchen Tatsachenverdrehungen derzeit ALG II-Empfänger_innen schlecht gemacht werden.</p>
<p>Ministerpräsident Mappus meint anmahnen zu müssen, dass „derjenige, der morgens aufsteht und arbeitet, mehr haben muss als der, der liegen bleibt“. Nun ist erstens der Alltag der wenigsten ALG II-EmpfängerInnen vom morgendlichen gemütlich im Bett bleiben geprägt, zweitens hat der Paritätische Wohlfahrtsverband gerade in einer <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2370240_Hartz-IV-Arbeit-lohnt-sich-in-jedem-Fall.html">Studie </a>belegt, dass das sogenannte Lohnabstandsgebot in Deutschland erfüllt ist. Meine Replik auf Mappus findet ihr <a href="http://www.gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/Presse/Presseservice/Brief_Mappus_Sozialdebatte-end.pdf">hier</a>.</p>
<p>Vizekanzler Westerwelle meint zu wissen, es gebe „zu viele Fälle, in denen die Leistungen, die eigentlich für die Kinder gedacht sind, in einen neuen Fernseher investiert werden.“ Und das direkt nach dem Karlsruher Urteil, in dem festgestellt wurde, dass die bisherigen Regelsätze für Kinder keine gerechte Bildungsbeteiligung ermöglichen. Wer steht denn da der Chancengerechtigkeit im Wege?</p>
<p>Vizeministerpräsident Goll wiederum überwand mal kurz sein schweres Leiden an möglichen rechtlichen Risiken beim Kauf der Steuersünder_innen-CDs, um Westerwelle zur Seite zu springen. Politik würde nach dem Prinzip Brot und Spiele betrieben, der Staat könne nicht die Folgen jeder individuellen Lebensentscheidung abfedern. Am selben Tag war in der Zeitung zu lesen, die Insolvenzen in der Region Stuttgart seien im letzten Jahr um 20 Prozent gestiegen, vor allem betreffe es kleinere, von Zuliefern abhängige Betriebe. Deren Mitarbeiter hatten bestimmt individuell geplant, wg. riskanter Börsenspekulationen u.a. in den USA, der folgenden Finanz- und darauf folgenden Wirtschaftskrise ihren Job zu verlieren, oder?</p>
<p>Vielleicht sollten die schwarz-gelben Herren mal z.B. die <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&amp;dig=2010/03/05/a0129&amp;cHash=11a03ac70c">Studie </a>des IAB zum Engagement von ALG II-Empfänger_innen lesen.  Dort wird ihnen Aktivität und Flexibilität bescheinigt. Sich beim Forschungsinstitut der Arbeitsagentur schlau zu machen, bevor man mit haltlosen Argumenten auf andere einkloppt, könnte man von ausgeschlafenen Politiker_innen schon erwarten. Das haben die Herren aber wohl verpennt.</p>
<p>Wir werden sie wachrütteln,</p>
<p>Silke</p>
<p>P.S.: Selbstverständlich gibt es auch beim ALG II Leistungsmissbrauch, die Sanktionsrate liegt in Baden-Württemberg bei ca. 3%. Und es gibt Familien, die ihre Kinder nicht ausreichend fördern (können). Öffentliche Diffamierung aller durch Regierungschefs oder -mitglieder hilft da aber sicher nicht weiter. Zumindest den wirklichen finanziellen Schaden richten ganz andere an, siehe Steuersünder_innen-CD.</p>
<p>P.S.S: Hoffentlich ist die CD vom vielen hin- und her reichen jetzt nicht so verkratzt, dass die Daten nicht mehr auslesbar sind.</p>

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		<title>Polizeigesetz des Landes verstößt gegen die Verfassung</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 13:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Sckerl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Karlsruher Grundsatzurteil zur  Massen-Speicherung von Telefon- und Internetdaten hat unmittelbare Auswirkung für Baden-Württemberg. Das Polizeigesetz von 2008 ist nicht mehr zu halten. Mindestens Artikel 23 a, der die Erhebung und Nutzung von Telekommunikationsdaten regelt,  ist klar verfassungswidrig. Wir fordern deswegen Innenminister Rech auf, die bisher geübte Praxis der polizeilichen Vormerkung für bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Karlsruher Grundsatzurteil zur  Massen-Speicherung von Telefon- und Internetdaten hat unmittelbare Auswirkung für Baden-Württemberg. Das Polizeigesetz von 2008 ist nicht mehr zu halten. Mindestens Artikel 23 a, der die Erhebung und Nutzung von Telekommunikationsdaten regelt,  ist klar verfassungswidrig. Wir fordern deswegen Innenminister Rech auf, die bisher geübte Praxis der polizeilichen Vormerkung für bei den Providern gespeicherte Daten unverzüglich zu beenden und entsprechende Datensätze löschen zu lassen. Außerdem muss Rech nun eine Novelle zum Polizeigesetz vorlegen. In diesem Zug können eine Reihe weiterer strittiger Fragen geklärt werden, wie z.B. die geplante Erfassung von KFZ-Kennzeichen.</p>
<p>Ausdrücklich begrüßen wir das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts. Im bisher umfangreichsten Massenklageverfahren in der Geschichte des Gerichts hatten ca. 35 000 Bürger Beschwerde gegen das seit 2008 geltende Bundesgesetz eingelegt, das eine EU-Richtlinie umsetzt. Ich selbst war, zusammen mit vielen Grünen aus Baden-Württemberg an der Verfassungsbeschwerde beteiligt. </p>
<p>Mit diesem Urteil bestätigt Karlsruhe seinen klaren Kurs zum Schutz der Persönlichkeitsgrundrechte in den vergangenen Jahren. Deutlich wird nun auch, dass die Verbindungsdaten viel sensibler sind als bisher angenommen wurde. Sie erlauben eine effizientere Auswertung als Gesprächsinhalte und ermöglichen konkrete Rückschlüsse auf persönliches Verhalten und das soziale Umfeld von Betroffenen. Zudem macht die neue Handy-Generation Mobilgeräte zu regelrechten Ortungswanzen.</p>
<p>Weitere Infos gibt es unter: www.vorratsdatenspeicherung.de</p>

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		<title>Grünzeug am Mittwoch 056: Linda, Amflora, Xynthia und die Piratinnen</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 21:51:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Westermayer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Tage sind kürzer geworden. Nicht der Frühling, der hat, mal abgesehen von Xynthia, den umgekehrten Effekt, sondern das Erdbeben in Chile. Sagt jedenfalls die NASA &#8211; es geht um Mikrosekunden. Apropos Frühling: der IPCC-Bericht enthält zwar Fehler &#8211; aber keine, die den Klimawandel als solchen in Frage stellen. Weshalb, erklärt Hermann Ott. Welche Aussagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tage sind kürzer geworden. Nicht der Frühling, der hat, mal abgesehen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orkan_Xynthia">Xynthia</a>, den umgekehrten Effekt, sondern das Erdbeben in Chile. <a href="http://www.nasa.gov/topics/earth/features/earth-20100301.html">Sagt jedenfalls die NASA</a> &#8211; es geht um Mikrosekunden. Apropos Frühling: der IPCC-Bericht enthält zwar Fehler &#8211; aber keine, die den Klimawandel als solchen in Frage stellen. Weshalb, <a href="http://www.wir-klimaretter.de/kolumnen/kolumne-dr-h-e-ott2/5280-warum-al-gore-nicht-ins-iglu-ziehen-muss">erklärt Hermann Ott</a>. Welche Aussagen der IPCC-Bericht zur Kartoffelernte enthält, ist mir nicht bekannt. Kartoffeln sind allerdings heute durchaus Thema. Weil die EU-Kommission den Anbau der BASF-Genkartoffel Amflora <a href="http://www.zeit.de/newsticker/2010/3/2/iptc-hfk-20100302-82-24088760xml">genehmigt hat</a>. Es gibt aber auch gute Nachrichten: <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kartoffellinda100.html">Linda is back</a> &#8211; und darf jetzt lizenzfrei angebaut und vermehrt werden. Statt vom Kartoffelacker zu Ackermann und von da zu Westerwelle zu kommen (Wie wär&#8217;s mit einem Gesetz zur genauen Offenlegung aller Parteieinnahmen?) &#8211; springe ich lieber von der bisher im Fall Linda notwendigen Biopiraterie zur Piratenpartei. Deren Parteigründungsprozess macht Fortschritte. Nach &#8222;Junge-Freiheit&#8220;-Interviews und <a href="http://blog.christian-hufgard.de/ich_habe_stefan_aaron_koenig_nicht_gewaehlt-2010-02-12">Kriegsfans im Bundesvorstand</a> sorgt jetzt die <a href="http://www.wasistwas.de/geschichte/eure-fragen/seeraeuber/link//21fabd3c77/article/gab-es-auch-piratinnen.html?tx_ttnews[backPid]=1294">Gender-Thematik</a> für Furore. Trotz der Ausheblung jeglicher real existierender Diskriminierungen per Satzungsdefinition (&#8222;der Pirat hat kein Geschlecht&#8220;), wurde vorgeschlagen, eine Mailingliste nur für weibliche Mitglieder einzurichten. Aus grüner Sicht ein ganz normaler Vorgang &#8211; bei Piratens <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Diskussion:Piratinnen">Auslöser einer Löschdebatte</a>, die es bis in den <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,680985,00.html">Spiegel</a> schaffte. Und beim Herzensthema <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-011.html">Vorratsdatenspeicherung</a>? Da jubeln Piraten <a href="http://web.piratenpartei.de/Pressemitteilung-100302-Ein-Sieg-der-Buergerrechte-Vorratsdatenspeicherung-ist-verfassungswidrig">noch</a>, wo Grüne schon <a href="http://www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=1855&#038;Itemid=1">analysieren</a>.</p>

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		<title>Innenministerium klammert bei landesweiter Überprüfung von Waffenbesitzern Sportschützen und Jäger aus</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli Sckerl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Landesregierung geht bei den Waffenkontrollen im Land offensichtlich mit unterschiedlichen Maßstäben vor. Bei den unangemeldeten Kontrollen im Oktober 2009 wurden Sportschützen und Jäger von vorneherein ausgenommen. Das ist mit der vom Gesetz geforderten Gleichbehandlung nicht zu vereinbaren.“
Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen und in Folge des neuen Waffenrechts des Bundes hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landesregierung geht bei den Waffenkontrollen im Land offensichtlich mit unterschiedlichen Maßstäben vor. Bei den unangemeldeten Kontrollen im Oktober 2009 wurden Sportschützen und Jäger von vorneherein ausgenommen. Das ist mit der vom Gesetz geforderten Gleichbehandlung nicht zu vereinbaren.“</p>
<p>Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen und in Folge des neuen Waffenrechts des Bundes hatte das baden-württembergische Innenministerium im Oktober 2009 angeordnet, landesweit alle Waffenbesitzer auf die ordnungsgemäße Aufbewahrung ihrer Waffen hin zu überprüfen. Die Vorlage des entsprechenden Nachweises musste von den Betroffenen bis Ende Oktober 2009 erbracht werden. Die im Waffengesetz vorgesehenen verdachtsabhängigen Kontrollen wurden bei dieser landesweiten Aktion dann bei denjenigen Waffenbesitzern durchgeführt, die bis zum Stichtag keine Nachweise über die Aufbewahrung ihrer Waffen vorgelegt hatten. Eine ganze Reihe von kommunalen Waffenbehörden hatte für diese Rückmeldung spätere Fristen eingeräumt. Um auch denen die Teilnahme an der ersten landesweiten Überprüfung seit etlichen Jahren zu ermöglichen, hatte das Innenministerium zusätzlich angeordnet, unangekündigte Kontrollen von Waffenbesitzern durchzuführen. </p>
<p>In ihrer Stellungnahme auf einen Grünen-Antrag muss die Landesregierung nun einräumen, dass bei den unangekündigten Kontrollen Sportschützen und Jägern ausdrücklich ausgenommen wurden. Das aber geht auf keinen Fall. Es kann keine Waffenkontrollen 1. und 2. Klasse geben. Tatsächlich waren von den unangekündigten Hausbesuchen nur Besitzer von geerbten oder von alten Waffen betroffen, sowie Waffen- und Munitionssammler. Das kann natürlich nicht angehen. Nur die strikte Gleichbehandlung aller Waffenbesitzer wird die neuen Kontrollen mit den erweiterten Befugnissen erfolgreich machen und die nötige Akzeptanz verschaffen.</p>
<p>Die Stellungnahme der Landesregierung macht weiter deutlich, dass die Landesregierung sich beim Thema Waffenbesitz immer noch „im Blindflug“ befindet.<br />
Es liegen keine Angaben vor, in wie vielen Fällen Verstöße gegen die Aufbewahrungsvorschriften festgestellt wurden. Landesregierung und Waffenbehörden wissen noch nicht einmal, über wie viele Waffen jeder einzelne Waffenbesitzer verfügt. Die Grünen sehen sich in ihrer Forderung bestätigt, die Einführung eines landesweiten elektronischen Waffenregisters zu beschleunigen.</p>

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		<title>Freitags aus Freiburg Nr. 12: Tigerentenvirus in Stuttgart</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 18:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Krebs</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Steuer-CD]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten finden ja, der Tigerente wird bitteres Unrecht getan, wird sie in Zusammenhang mit dem zankenden Koalitionshaufen in Berlin gebracht. Doch nun droht ihr noch mehr Ungemach: Die baden-württembergische Tigerentenvariante nimmt sich aktuell ein Vorbild an der Berliner Kollegin. In Sachen Steuer-CD ist der Koalitionsfriede dahin. FDP-Goll (Justizminister) lehnt den Kauf strikt ab, weil er ihn rechtsstaatlich nicht für vertretbar hält. Es wirkt schon ein bisschen dramatisiert, wenn er den Kauf für Hehlerei hält, wird der rechtliche Rahmen vom Bund doch ganz anders eingeschätzt. Und er hätte ja auch einfach vor zwei Jahren den grünen Vorstoß anlässlich der Lichtensteinaffairen aufgreifen können und eine rechtliche Grundlage schaffen.<br />
CDU-Stächele (Finanzminister) hält die rechtlichen Probleme für überwindbar und schließt sich der Argumentation des Bundes an, in der Abwägung zwischen illegaler Herkunft der Daten und dem Auftrag der Bekämpfung von Straftaten wie Steuerbetrug könne und solle man die CD kaufen.<br />
Die gelben und schwarzen Streifen der Tigerente also auch hierzulande deutlich im Konflikt Dazwischen eingeklemmt: Stefan Mappus. Der hat nun nach längerem Hin und Her tatkräftig entscheiden: Da sollen sich mal besser andere die Finger schmutzig machen, die CD können ja vom Bund gekauft werden. Für diesen entscheidungsstarken Führungsstil hat er sich eigentlich den Angela-Merkel-Orden am Bande verdient.<br />
Fazit, mit Renate Künast gesprochen: Aus diesen Ehen wird nichts mehr. Höchste Zeit, dass Tigerenten wieder für die Suche nach Panama (ist das nicht auch ein Steuerparadies?) stehen und das Regieren wieder anderen überlassen.</p>

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