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27Aug

Freitags aus Freiburg Nr. 32: Wieder da, dafür der Nordflügel (fast) weg.

Mal wieder ging ein Kalkül der Stuttgart 21 Befürworter_innen nicht auf: Sie hatten offensichtlich gehofft, in der Sommerpause ohne allzuviel Widerstand mit dem Abriss des Nordflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs Fakten schaffen zu können. Trotz Sommerferien stehen aber immer mehr und beeindruckend viele Bürger_innen bereit, um ihren Widerstand gegen die Tieferlegung des Bahnhofs laut und deutlich zu machen.

Ich möchte hier gar nicht alle Argumente gegen das Projekt wiederholen, nur einen Aspekt aufgreifen: Es sei nun zu spät für Protest. So heißt es von Drexler und Co., nun sei das Projekt halt unumkehrbar, da könnten noch so viele protestieren. Das klingt dann ein bisschen so, als hätte mensch noch was ändern können, wäre man nur früher wach geworden. Aber stimmt das denn? 2007 waren die Verträge noch nicht unterzeichnet und dennoch wurde in Stuttgart der von 61.000 Bürger_innen geforderte Bürgerentscheid abgelehnt. Auch er sei damals, so leider durch Gerichtsentscheid bestätigt, formal zu spät dran gewesen.

Kann es eigentlich sein, dass ein Projekt fortlaufend nachjustiert wird, die Kosten immer neue Dimension annehmen, aber die Zeitspanne für Bürgerbeteiligung irgendwann vor längerer Zeit abgelaufen ist und bleibt? Juristisch korrekt ist das wohl, politisch sinnvoll wäre aber, einen derart hartnäckigen und massiven Protest nicht ins Leere laufen zu lassen. Wenn ein Bürgerentscheid nicht mehr möglich ist, könnte sich die Politik verpflichten, sich dem Votum einer Bürgerbefragung zu stellen.

Das aktuelle Projekt S 21 muss sich mit seinem gestiegenen finanziellen Rahmen und der geänderten verkehrspolitischen Lage (Güterverkehr, Hochgeschwindigkeitszüge mit zwei Triebwägen…) eine neue politische Legitimation erwerben. Dafür Raum zu geben, wäre klug und angebracht. Also: Her mit einem Moratorium!


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13Aug

Buntes und kreatives Signal gegen Stuttgart 21

Der Widerstand gegen das Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21 ist bunt, vielfältig und kreativ. Das wird am Bauzaun am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs deutlich: Unzählige AktivistInnen haben Hunderte von Bildern, Plakaten und Bannern angebracht und aus dem Zaum eine Northside Gallery gemacht.


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06Aug

Neues vom Bauzaun: Stuttgart 21 stoppen!


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13Jul

Stuttgart 21 gemeinsam stoppen!


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29Jan

Freitags aus Freiburg Nr. 8: Mister Stuttgart 21, geben Sie auf!

Heute aus Stuttgart und damit ganz nah am Thema: S21. Nach den Wahldebakeln für die S21-Befürworter_innen in 2009 wurde von diesen zugestanden, es habe Mängel bei der Überzeugungsarbeit für das Projekt gegeben. Eine Charmeoffensive mit dem vordersten Frontmann Wolfgang Drexler sollte dann Abhilfe schaffen. Ich hatte schon da Zweifel an der Strategie, denn den Gegner_innen ging und geht es ja wohl eher um den faktischen Unsinn des Projekts und nicht darum, dass sie noch nicht ausgiebig genug bezirzt wurden.

Nun scheint der Charmeoffensive aber auch noch der Charme auszugehen. Beim feierlichen Baustart nächsten Dienstag ist nur ein Teil der Öffentlichkeit willkommen. Auf unsere Nachfrage, warum denn die grünen Landesvorsitzenden nicht zum Festakt eingeladen wurden, bekamen wir die Antwort, es seien generell nicht die Parteispitzen, sondern nur die gewählten Abgeordneten geladen. Was für ein Zufall, dass die Befürworter-Parteispitzen alle auch gewählte Abgeordnete sind. Nun denn, mit der Trennung von Amt und Mandat muss man sich außerhalb der Grünen nicht auskennen. Obwohl gerade Wolfgang Drexler allen Grund hätte, mal über diese Idee nachzudenken. 

Noch absurder ist die Begründung, mit der Boris Palmer zurückgewiesen wurde. Als OB von Tübingen vertrete er keine an der Magistrale liegende Stadt. Behaupten nicht die S-21-Fans immer, von dem Projekt profitiere das ganze Land? Offensichtlich eine Täuschung! Es wird zwar mit einer Menge Landesgeld möglich gemacht, gedacht ist es aber doch nicht für alle Städte im Land, Tübingen muss leider draußen bleiben. 

Herr Drexler, so wird das nichts mit der Charmeoffensive. Wer öffentliche Projekte protegiert, aber die ganze Öffentlichkeit scheut, hat schon verloren! Wir lassen uns am Protest nicht hindern, das zeigen wir heute Abend, am Dienstag und jeden Montag! Aktuelle Protesttermine gibt es hier.


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