Weiter zum Inhalt
Kategoriesuche
13Jun

Freitags aus Freiburg Nr. 26: Neu und alt im ICE

Heute eine kleine Episode vom Brüsselbesuch: Wie eng Neues und Altes beim ICE zusammenliegen, war auf der Rückfahrt dank Panoramaplatz direkt hinter dem Lokführer zu erfahren.

Lüften z.B. funktionierte an diesem Tag nur, indem die Seitenfenster geöffnet wurden. Wusstet ihr, dass der LokführerInnenplatz ganz normale Fenster hat? Was gut so ist, denn die Klimaanlage hatte schlapp gemacht, aber schon ein bisschen bizarr aussieht im High-Tech-Cockpit. Das aber dann auch gar nicht so High-Tech war, denn schon beim ersten Bahnhof blieben wir stehen. „Mist, abgestürzt!“ war der Kommentar vom Lokführer als die Bildschirme schwarz wurden. Naja, wenn die auch mit Windows arbeiten! Jetzt begreife ich auch die hohe Störanfälligkeit der ICEs besser ;).

Nach dann noch einer Signalstörung, waren es 40 min. Verspätung. Und der Lokführer? Murrte, weil er es nun nicht mehr schaffen konnte, seine Tochter pünktlich vom Kindergarten abzuholen. Mich hat’s gefreut, wenn selbst im klassischen Jungs-Traumjob Lokführer die Abholzeiten in der Kita inzwischen eine wichtige Rolle spielen und ich hoffe, die Bahn hilft mit, die Einsatzzeiten mit den Kitaöffnungszeiten zu koordinieren. Dabei könnte man dann gleich zur Verbesserung der Pünktlichkeit mehr in Wartung (und stabile Software) investiert, dann haben auch die Fahrgäste was davon!


Artikel versenden: Post to Facebook Post to Twitter       Artikel kommentieren: Ein Kommentar

04Jun

Freitags aus Freiburg Nr. 25: Die Sonne und ein neues Staatsoberhaupt

Heute mal nichts aus eigener Produktion, denn ich bin fest entschlossen, jeden Zipfel Sonnenschein zu genießen, bevor es wieder rum ist mit dem Frühsommer. Aber da es ja eine aufregende Woche war, mit einem gekränkten, die-Tür-hinter-sich-zuschlagenden Ex-Bundespräsidenten (hier ein Kommentar dazu), nun etwas Kluges geliehenes (Link abgekupfert von MdB Bonde): Ein Artikel aus der Welt zu unserem Vorschlag Joachim Gauck. Fazit des Artikels: „Es ist der Republik zu wünschen, dass er der zehnte Bundespräsident Deutschlands wird.“


Artikel versenden: Post to Facebook Post to Twitter       Artikel kommentieren: Kommentar schreiben

30Mai

Freitags aus Freiburg Nr. 24: Werbeblock

Habe eine gute Ausrede für die Verspätung: Ich war Freitag und Samstag auf dem Kongress der Böll-Stiftung: The Great Transformation – Greening the Economy. Super spannend, gute Themen und was für spannende Menschen auf den Podien, in den Workshops, im Publikum. Eine Wachstumsdebatte mit Vertretern aus China und den USA ist doch gleich nochmal interessanter. Aber auch Reinhard Bütikofers Keywords dazu: Klasse. Er plädiert für einen positiven, motivierten Ansatz statt düsteren Prognosen, aber auch dafür, über eine „Einberechnung“ des Ressourcenverbrauchs energisch umzusteuern.

Höchst interessant auch die Debatte über Neue Mobilität mit Weert Canzler (ja, es ist völlig o.k. das Elektroautos kleine Reichweiten haben, in vernetzten Konzepten brauchen wir Autos auch nur für solche), Michael Cramer MdEP, Jérome Guillen von Daimler, der tolle Erfolgszahlen von car to go in Ulm mitbrachte, aber wie Gleen Schmidt von BMW immer wieder zu kurz griff (ja, individuelle Mobilität ist ein Grundbedürfnis, nein, das heißt nicht unbedingt Autofahren).

Dann noch Klaus Müller von der Verbraucherzentrale NRW und Bärbel Höhn MdB als Moderatorin, die Kathrin Hartmann (Autorin eines Buches über Green Washing) elegant kontra geben. Es ist einfach platt, erst ein Klischee wie Lohas in den Mittelpunkt zu stellen und sich dann dran abzuarbeiten. Als ob ökologisch orientierte Konsument_innen in solche Klischeekisten passen.

Und warum Werbeblock: Weil ich Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung nur wärmstens empfehlen kann.


Artikel versenden: Post to Facebook Post to Twitter       Artikel kommentieren: Kommentar schreiben

21Mai

Freitags aus Freiburg Nr. 23: True Colors

Tja, leider zeigt auch Ministerpräsident Mappus wieder seine „wahre Farbe“*: Tiefschwarz ist sie, wenn es um den CSD geht. Als Fraktionsvorsitzender sprach er von einer frivolen, karnevalesken Zurschaustellung sexueller Neigungen, als Ministerpräsident verweigert er dem Stuttgarter CSD ein Grußwort. Gerade ein Landesvater sollte seine Landeskinder aber nicht wegen ihren sexuellen Neigungen weniger oder mehr lieb haben. Wie fragte Pink so treffend in „Dear Mr. President“: And what kind of father might hate his own daughter if she were gay?

Lieber Herr Ministerpräsident, geben Sie Ihrem Herzen einen Ruck, feiern Sie mit Ihren lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender Landeskindern einen Tag der Toleranz und grüßen Sie sie mit warmen Worten! Treffen Sie Regenbogenfamilien, denn auch sie sind „Keimzellen unserer Gesellschaft“, wie Sie es an traditionellen Familien schätzen. Wenn Sie dann noch bei dieser Gelegenheit verkünden, dass endlich, endlich auch im allerletzten Bundesland auf dem Standesamt verpartnert werden kann, sind Ihnen Jubel und Anerkennung gewiss. Schön wär’s!

Hier die gemeinsame Pressemitteilung von MdL Brigitte Lösch und mir zum Thema.


Artikel versenden: Post to Facebook Post to Twitter       Artikel kommentieren: Kommentar schreiben

15Mai

Freitags aus Freiburg Nr. 22 maikäfert

Maikäfern, was für ein entzückender Ausdruck! Laut Badischer Zeitung von heute ist es ein veralteter Ausdruck dafür, sich während eines Festessens die im Anschluss zu haltende Rede zu überlegen. Der Vergleich beziehe sich darauf, dass Maikäfer vor dem Losfliegen die Flügel pumpend bewegen.

Ein klasse Begriff, der sich auch sehr gut zum Einsatz in der Politik eignet. Die Situation, schon beim Termin zu sein und schnell noch zu überlegen, wie denn der eigene Redebeitrag, der gleich fällig ist, lauten soll, kenne ich allzu gut. „Da maikäfert sie wieder“ wär doch eine amüsante Beschreibung. Oder wenn einem das Gegenüber eher abgelenkt erscheint: „Der maikäfert doch bestimmt gerade“. Oder wenn die Stimmung im Parlament eher mau ist: „Die maikäfern sicher alle.“
Die Käferanalogien lassen sich noch ausbauen: Wie wäre es mit junikäfern für jemand, die/der nur darauf achtet, selber zu punkten? Bin gespannt, ob euch noch weiteres einfällt.


Artikel versenden: Post to Facebook Post to Twitter       Artikel kommentieren: Ein Kommentar

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
52 Datenbankanfragen in 1.202 Sekunden · Anmelden