Heute eine kleine Episode vom Brüsselbesuch: Wie eng Neues und Altes beim ICE zusammenliegen, war auf der Rückfahrt dank Panoramaplatz direkt hinter dem Lokführer zu erfahren.
Lüften z.B. funktionierte an diesem Tag nur, indem die Seitenfenster geöffnet wurden. Wusstet ihr, dass der LokführerInnenplatz ganz normale Fenster hat? Was gut so ist, denn die Klimaanlage hatte schlapp gemacht, aber schon ein bisschen bizarr aussieht im High-Tech-Cockpit. Das aber dann auch gar nicht so High-Tech war, denn schon beim ersten Bahnhof blieben wir stehen. „Mist, abgestürzt!“ war der Kommentar vom Lokführer als die Bildschirme schwarz wurden. Naja, wenn die auch mit Windows arbeiten! Jetzt begreife ich auch die hohe Störanfälligkeit der ICEs besser ;).
Nach dann noch einer Signalstörung, waren es 40 min. Verspätung. Und der Lokführer? Murrte, weil er es nun nicht mehr schaffen konnte, seine Tochter pünktlich vom Kindergarten abzuholen. Mich hat’s gefreut, wenn selbst im klassischen Jungs-Traumjob Lokführer die Abholzeiten in der Kita inzwischen eine wichtige Rolle spielen und ich hoffe, die Bahn hilft mit, die Einsatzzeiten mit den Kitaöffnungszeiten zu koordinieren. Dabei könnte man dann gleich zur Verbesserung der Pünktlichkeit mehr in Wartung (und stabile Software) investiert, dann haben auch die Fahrgäste was davon!
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