02Mrz
Till Westermayer in: Die Anderen, Frauenpolitik, Grünes, Grünzeug am Mittwoch, Innen, Demokratie & Recht, Umwelt, Klima & Energie.
Die Tage sind kürzer geworden. Nicht der Frühling, der hat, mal abgesehen von Xynthia, den umgekehrten Effekt, sondern das Erdbeben in Chile. Sagt jedenfalls die NASA – es geht um Mikrosekunden. Apropos Frühling: der IPCC-Bericht enthält zwar Fehler – aber keine, die den Klimawandel als solchen in Frage stellen. Weshalb, erklärt Hermann Ott. Welche Aussagen der IPCC-Bericht zur Kartoffelernte enthält, ist mir nicht bekannt. Kartoffeln sind allerdings heute durchaus Thema. Weil die EU-Kommission den Anbau der BASF-Genkartoffel Amflora genehmigt hat. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Linda is back – und darf jetzt lizenzfrei angebaut und vermehrt werden. Statt vom Kartoffelacker zu Ackermann und von da zu Westerwelle zu kommen (Wie wär’s mit einem Gesetz zur genauen Offenlegung aller Parteieinnahmen?) – springe ich lieber von der bisher im Fall Linda notwendigen Biopiraterie zur Piratenpartei. Deren Parteigründungsprozess macht Fortschritte. Nach „Junge-Freiheit“-Interviews und Kriegsfans im Bundesvorstand sorgt jetzt die Gender-Thematik für Furore. Trotz der Ausheblung jeglicher real existierender Diskriminierungen per Satzungsdefinition („der Pirat hat kein Geschlecht“), wurde vorgeschlagen, eine Mailingliste nur für weibliche Mitglieder einzurichten. Aus grüner Sicht ein ganz normaler Vorgang – bei Piratens Auslöser einer Löschdebatte, die es bis in den Spiegel schaffte. Und beim Herzensthema Vorratsdatenspeicherung? Da jubeln Piraten noch, wo Grüne schon analysieren.
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02Feb
Till Westermayer in: Die Anderen, Grünzeug am Mittwoch, Umwelt, Klima & Energie.
Heute erreichte mich mehrfach eine Mail eines hier vor Ort wohlbekannten Öko-Aktivisten, die ich so gut fand, dass ich mich dann doch entschlossen habe, sie einfach hier zu weiterzuverarbeiten.
Die FDP wirbt – wie wohl inzwischen alle Parteien – online um Spenden. Warum das da so hochgestochen „FDP Bürgerfonds“ heißt, ist mir nicht ganz klar. Möglicherweise spielt die Nähe zu den – dem klischeehaften FDP-Mitglied ja täglich über den Weg laufenden – strukturierten Wertpapieren und Anlagefonds eine Rolle. Vielleicht soll’s auch sugerieren, dass es sich dabei um etwas anderes als um schnöde Parteispenden handelt. Wie dem auch sei: wer der FDP etwas spenden möchte, kann dies per Überweisung an den FDP Bürgerfonds, Konto: 216 603 302, BLZ 370 800 40 bei der Dresdner Bank Köln/Bonn tun.
So, warum lasse ich mich jetzt über die FDP aus, verlinke sogar auf deren Spendenseite? Und das, ohne das Wörtchen „Mövenpick“ auch nur ein einziges Mal zu erwähnen, bisher jedenfalls. Ach genau: Ereignisse der letzten Zeit wecken den Verdacht, dass es möglich ist, gegen Entgelt die Politik der FDP zu verändern.
Damit sind wir wieder bei der Mail. Denn was wollen wir uns kaufen? Ein A, ein T, ein O, … genau, den Atomausstieg.
Also: 1 Cent an die FDP spenden – und nicht vergessen, deutlich zu machen, um was es geht!
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01Jan
Silke Krebs in: Freitags aus Freiburg, Grünes, Umwelt, Klima & Energie.
Um was kann sich eine Kolumne am Neujahrstag schon anderes drehen als um Vorsätze fürs Neue Jahr? Doch ich will hier nicht eine weitere Erörterung darüber liefern, was dieses Jahr angepackt werden müsste, nein, mein Ziel ist, das Sie und Ihr im Laufe dieses Textes möglichst viele Eurer Vorsätze gleich real umsetzt, um sie dann erleichtert von der Liste abhaken zu können. Denn welches Motto steht spätestens seit Kopenhagen in großen Lettern über dem kommenden Jahr und dem kommenden Jahrzehnt? Time to act, Zeit zum Handeln!
Nun geht’s los: Aus der Steckdose kommt immer noch nicht rein atomstromfreie Energie? Unter Atomausstieg-selber-machen lässt sich das sofort ändern. Vielleicht bieten auch Ihre Stadtwerke Ökostrom? Auch die gibt es sicher im Internet, kein Grund also, den Wechsel nicht sofort in die Wege zu leiten.
Ihr wollt Euch 2010 endlich an einer breiten Bürgerbewegung für Klimaschutz beteiligen? Eine Möglichkeit bietet tcktcktck.org. Kopenhagen hat nicht genug gebracht? Umso wichtiger, den Klimaschutz jetzt selber in die Hand zu nehmen! Ideen dazu liefern auch die Brüder Unfried in der taz. Aber nicht nur lesen, eine Idee gleich in Angriff nehmen!
Sie wollen sich gesünder und klimaschonender ernähren? Unter www.gemuesekiste.de finden Sie einen Anbieter für ein Öko-Gemüse-Abo. Jede Woche kommt frisches, ökologisch angebautes Gemüse frei Haus, nahezu automatisch wird der Speiseplan fleischärmer und vitaminreicher.
Oder wollt ihr euch politisch mehr engagieren? Dann könntet ihr unter hier sofort eine Onlinepetition unterstützen, die Euch am Herzen liegt. Oder Sie – ein bisschen Eigenwerbung sei gestattet – treten den Grünen bei unter www.gruene.de.
Wer sich vorgenommen hat, 2010 weniger Zeit im Internet zu vertrödeln und mindestens einen Vorsatz durchgeführt hat, darf jetzt den Rechner runterfahren. Die anderen erfahren noch einen meiner jetzt umgesetzten Vorsätze: Neben viel Politischem stand auf der Liste, einen Blogbeitrag mit vielen links hinzubekommen. Geschafft! Allen ein gutes, aktives und erfolgreiches Neues Jahr!
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08Dez
Till Westermayer in: Grünzeug am Mittwoch, Umwelt, Klima & Energie.
Alle paar Sekunden werden derzeit neue Tweets zu COP15 bzw. Copenhagen gepostet, und die etablierten Medien stehen dem nicht nach. Insofern ist es derzeit fast unmöglich, nicht über den Klimagipfel zu schreiben – und ebenso schwierig, „aus der Ferne“ etwas sinnvolles dazu zu sagen.
Statt hier also etwas zu Mitigation vs. Adaption, Lebensstilwandel vs. Politik, „Climate gate“ vs. normaler Wissenschaft zu äußern, belasse ich es im Grünzeug diesmal bei einem Metaeintrag und habe dafür neun interessante Internetquellen zum COP 15 rausgesucht.
9. http://live.tcktcktck.org/ gibt einen Überblick über NGO-Stimmen zum Klimagipfel (englisch)
8. http://blogs.nature.com/climatefeedback/ – Klimablog von „nature“ (englisch)
7. http://twitter.com/boell_stiftung/cop15-live – Liste der aus Kopenhagen twitternden NGOs und Einzelpersonen (via Böll-Stiftung)
6. Infoseite von Germanwatch zum Klimagipfel
5. http://blogs.panda.org/climate/ – Klimablog des WWF (englisch)
4. Liveblog des Guardian (englisch)
3. Klima der Gerechtigkeit – Blog der Böll-Stiftung aus Kopenhagen, ab Mittwoch live
2. Live-Webcasts vom COP15
1. http://en.cop15.dk/frontpage – die offizielle Website zum COP15 (englisch)
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