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Innen, Demokratie & Recht & International » Aurora mahnt
22Jul

Aurora mahnt

Vor 10 Jahren war ich als Austauschschüler für ein Jahr an der Gateway High School in Aurora im US-Bundesstaat Colorado. Nicht einmal eine Meile entfernt liegt das Kino, in dem sich jünsgt ein tragisches Ereignis in Form einer Schießerei mit 12 Toten und zahlreichen Verletzten ereignet hat. Die vielen Kommentare von Freunden und ehemaligen Schulbekannten, die ich bei Facebook lese, gehen mir natürlich nahe. Es ist immer gefährlich, Politik aus Emotionen heraus zu machen, aber ich bin davon überzeugt, dass wir auch diese Tat, die weit weg liegen mag, hier im Land ernst nehmen sollten. Ereignisse im entfernten Ausland haben immer auch auch innenpolitische Implikationen („Fukushima mahnt“). Deswegen ist der Vorstoß von Uli Sckerl absolut richtig,  Waffen aus den Privatwohnungen zu verbannen. Nach den blutigen Taten von Heilbronn und Karlsruhe vor wenigen Tagen und dem Amoklauf von Winnenden, kann keiner mehr ernsthaft behaupten, dass sich derartiges nur in der Ferne abspielt, es passiert mitten unter uns, und zwar kontinuierlich.

Natürlich kann kein Gesetz alleine derartige Taten ausschließen, aber es macht sie weniger wahrscheinlich. Im Grunde ist diese Form von Innenpolitik nichts anderes als kluges Risikomanagement: Wir wollen versuchen, das statistische Risiko solcher Vorkommnisse zu minimieren. Daher ist auch der Eingriff in die Freiheit von Waffenbesitzern an dieser Stelle völlig legitim. Zudem spricht nicht nur Sachpolitik für restriktivere Waffengesetze im Land, sondern es hat auch ein symbolpolitisches Element: Eine Gesellschaft, die Waffen im Privatbesitz toleriert, toleriert in letzter Konsequenz auch die Risiken, die davon asugehen. Ein völlig falsches Signal, das mit dem Arguemnt der Freiheit nicht zu rechtfertigen ist!

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Kommentare

  1. Grün tötet1. August 2012

    Ihr könnt die Waffengesetze verschärfen, sooft ihr wollt,
    jemand der töten will, kommt immer an eine Waffe.
    Privater Waffenbesitz kann auch ganz nützlich sein, wie der fall in einem Juweliergeschäft in Büdingen zeigt,
    wo die Ladeninhaberin sich mit einer Schusswaffe gewehrt hat.
    Leider muß sich die Frau sich jetzt vor Gericht verantworten.

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