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06Mrz

Ich zieh den Jutta-Schal aus

Zweitverwertet aus meinem Blog

Ein bißchen weh tut es schon. Aber irgendwann ist es mal gut.

Jutta Ditfurth hat ein neues Buch geschrieben. Und keine große Überraschung: über uns Grüne. 20 Jahre nach ihrem Austritt. Der Titel:

»Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die GRÜNEN«

 

Nun, das ist das dritte Buch über uns. Das erste war „Träumen, Kämpfen, Verwirklichen“. Ein gutes Buch. Vom Titel her. Das war der erste Aufschlag. 1988 geschrieben beschäftigt sich dieses Buch vordergründig mit notwendigen Handlungsfeldern in der Politik, beginnt aber schon auf Seite 141 mit der Abrechnung mit Fischer und seinen Realos. Da war sie noch Parteimitglied. Aber bereit, ihren Kampf gegen die „andere Strömung“ zu vermarkten, Geld damit zu verdienen anstatt eine Lösung herbeizuführen, die Demokratie und Toleranz ernst zu nehmen und zu akzeptieren, das eine basisdemokratische Partei zu anderen Ergebnisse kommen kann als sie selbst.

2000 dann:

Das waren die GRÜNEN.

Untertitel: Abschied von einer Hoffnung. Naja….Da war sie schon 9 Jahre nicht mehr Mitglied der Partei. Aber offenbar wollte sie weiterhin mit dieser Partei Geld verdienen. Sie hat in vielen Analysen durchaus Recht und ich teile ihre Kritik an der „Kriegspartei“ Bündnis 90/Die GRÜNEN oder an manchem Kompromiss. Kompromisse, die, wie es einmal Sylvia Kotting-Uhl formulierte „lediglich alte, trockene Brötchen waren, die uns aber als Sahnetorten verkauft wurden“. Jetzt also das dritte Buch. Verbunden mit diesem Buch ist ein Tingeln durch die politischen Talkshows. Die ebenfalls bezahlt werden. Ob Jutta „nur“ 500 € Aufwandsentschädigung bekommt für anderthalb Stunden oder mehr, weiß ich nicht. Aber 250 € die Stunde dafür zu erhalten, über eine Partei zu lästern, die sie doch so abgrundtief verabscheut, finde ich doch reichlich schizophren.

Natürlich ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buches nicht zufällig. 7 Landtagswahlen stehen dieses Jahr an. Und eine gute Strategie gehört zum politischen Geschäft. Es fragt sich nur, wessen Geschäft sie hier betreibt? In einem Vorabdruck der „Jungen Welt“ erscheint ausgerechnet das Kapitel über Stuttgart 21 – ich kann mich nicht erinnern, sie jemals in Stuttgart gesehen zu haben. Ob sie die Bewegung wohl mit dem vielen Geld, das sie mit ihr verdient, unterstützt?

In diesem Kapitel finden sich neben Unwahrheiten die üblichen Verdächtigungen:

Stuttgarter Grüne unterstützten die Proteste, aber die regierenden Grünen im Bundestag stimmten im Dezember 2004 dem Projekt »S21« zu.

Das erzählt auch die CDU. Aber es gibt keine Zustimmung einer grünen Fraktion zu Stuttgart 21. Diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage.

Heiner Geißler wußte besser als manch »S21«-Gegner, daß ihm gelungen war, »die Austragung des Konfliktes [zu] harmonisieren und [zu] humanisieren«. Es gelang ihm auch, einen Keil in die Bewegung zu treiben[…]

Wie Fischer ist Kretschmann Katholik (auch Fischer ist in seinen »radikalsten« Zeiten nicht aus der Kirche ausgetreten), ein praktizierender sogar, er gehört seit einigen Jahren dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken und dem Diözesanrat des Erzbistums Freiburg an.

Die nächste Generation der ehrgeizigen Würdenträger folgt dieser Strategie. Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, das mal eine linke Hochburg war, […]

Ja, da erzählt sie die immer gleiche Geschichte. Verschwörung, Bürgerlichkeit, …

»Man hat keine Angst mehr vor uns«, sagt der mögliche künftige grüne Ministerpräsident Kretschmann. Ja, leider. »Wir stehen für Verläßlichkeit.« Genau das ist das Problem. Die herrschenden Kreise können sich fest darauf verlassen, daß die Grünen nur wegen »S21« oder Atomanlagen kein Amt riskieren, sie können längst sicher sein, daß die Grünen die herrschende Wirtschaftsweise nicht mehr infrage stellen und daß sie »für deutsche Interessen« sogar mit in den Krieg ziehen. Was ist da schon ein Bahnhof?

Und kolportiert, dass es nur um Ämter ginge. Kann man machen, muss man aber nicht – denn es ist nicht wahr. Ich mag nicht ausschließen, dass es bei uns auch Leute gibt, denen es genau darum geht, die gibt es in jeder Partei. Aber an Stuttgart hängt die Glaubwürdigkeit in der grünen Hochburg Baden-Württemberg. Denn auch wenn es Jutta nicht gefällt: es gibt niemanden außer uns GRÜNE, die diesen Bahnhof noch stoppen könnten. Das ist der Teil der Geschichte, den sie nicht erzählt. Und die Frage, die sich stellt, ist: warum?

Die SPD ist für den Bahnhof, die CDU sowieso und die FDP erst recht. Die Linke ist in BW zu schwach, könnte aber in diesem Punkt, sofern sie es über die 5%-Hürde schafft, ein Bündnispartner sein. Die jetzigen Machthaber und die Bahn haben eine Reihe von Verträgen geschlossen, die nicht einfach so für nichtig, unwirksam erklären kann oder gekündigt werden können. Nicht in einem Staat, bei dem man sich darauf verlassen können muss, das Verträge eingehalten werden. Ein ganz wichtiges Element unseres Rechtstaates. Eine SPD-geführte Regierung wird darauf drängen, einen Volksentscheid und die davor notwendige öffentliche Debatte so zu organisieren, dass hinterher eine Zustimmung zu diesem Bahnhof vorliegt. Eine Fortsetzung der CDU/FDP-Regierung wird diesen Bahnhof natürlich bauen.  Das kann es nicht sein, was sie will. Oder doch? Ist es ihr wichtiger, weiterhin über uns GRÜNE herzuziehen als diesen Bahnhof zu verhindern? Denn nur wir als regierungsführende Partei werden in der Lage sein, diesen Volksentsheid anders zu organisieren. Nur mit einem starken Wahlergebnis wird uns das gelingen.

Und nochwas zu ihrer geradezu hämischen Abfertigung des Schlichtungsprozesses:

Wenn die Bewegung gegen »S21« die Erfahrung machen könnte, das Projekt zu verhindern, könnte daraus die Kraft erwachsen, sich auch andere Vorhaben von Staat und Kapital genauer anzusehen

Natürlich die Verschwörung von Staat und Kapital, die GRÜNEN mittendrin. Wirkt immer. <ironieoff> Aber tatsächlich muss man sich fragen, ob man es zulassen kann, dass mitten in einer Millionenstadt wie Stuttgart die Gewalt eskaliert, es zu Straßenschlachten kommt? Gewalt war und ist keine Lösung. Es ist tatsächlich mit der Schlichtung gelungen, der Tatsache gerecht zu werden, dass dieser Widerstand gegen den Bahnhof aus der Mitte der Gesellschaft gekommen ist und weiter kommt. Die Bewegung ist nicht gespalten, wie sie behauptet, sie ist weiterhin präsent. Mit Ihrer grünen Verschwörungstheorie betreibt sie das Geschäft der CDU. Wenn es ihr gelänge, mit ihrem Buch uns GRÜNEN in Baden-Württemberg zu schwächen, säßen am Ende die Stuttgart-21-Befürworter wieder am Hebel.

Ich habe nie wirklich verstanden, warum Menschen wie Jutta diese Partei verlassen haben. Ich war nie ein Freund von Joschka Fischer & his friends. Und ich halte nicht nur die Kriegsbeteiligungen für falsch, sondern auch die Bereitwilligkeit, mit er und seine Freunde sich und die Partei der Erpressung der SPD ergeben haben. Aber ich bin geblieben. Habe mit anderen zusammen, die ebenfalls geblieben sind, versucht, den Scherbenhaufen, den sie und andere hinterlassen haben, zusammen zu fegen.

Weglaufen hilft nichts. In einer Demokratie kann nur mit absoluten Mehrheiten seine Ziele durchsetzen. Wenn man diese Mehrheiten nicht erreicht, muss man Kompromisse eingehen. Seine Ziele überprüfen, wenn die Menschen diese Ziele ablehnen. Verbündetet suchen. Teilziele definieren. Ich habe in den Jahren gelernt, dass Demokratie weh tun kann. Und weh tun muss – denn solange sie das tut, funktioniert sie. KeineR hat die Wahrheit gepachtet und viele Dinge erreicht man nur mit kleinen Schritten. Ich würde auch lieber mit großen Schritten vorangehen – aber das ist selten möglich. Aber vor lauter Ungeduld und Rechthaberei letztendlich für die CDU Wahlkampf zu machen – nun, das würde mir nie einfallen. Ich würde mich nicht dafür hergeben, das politische Geschäft derjenigen zu betreiben, die umso vieles mehr meine politischen Gegner sind.

Ich war lange Jahre ein Jutta-Ditfurth-Fan. Wegen ihrer klaren Sprache, ihrer Fähigkeit, Dinge auf den Punkt zu bringen. (und natürlich dieser sagenhaften Elefantenrunde mit Strauß) Und womöglich auch ein bißchen aus Sentimentalität und dem Wunsch nach mehr Radikalität bei uns GRÜNEN. Aber in meinen Augen hat sie selbst über ihrer Verbitterung das Ziel aus den Augen verloren. Ihr erstes Buch hieß „Träumen, Kämpfen, Verwirklichen“. Sie hat das Kämpfen aufgegeben und wird so nie zum Verwirklichen kommen. Ich hänge heute meinen Jutta-Fanschal an den Haken. Und da bleibt er auch. Schade – wir hätten sie noch gebraucht.

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Kommentare

  1. Binder6. März 2011

    Ich glaube nicht, daß wir uns mit der (von) Ditfurth beschäftigen sollten. Ihr gesamtes Luben war eine Subventionsorgie, die Adelfamilie angefangen, die Schulzeit, Studienzeit, alles hochbezahlt vom Lohn-und Umsatzsteuerzahler – also auch von Rentnern und Hartz IV – auch für sie gilt, ein bißchen Demut, ein bißchen Dankbarkeit, ein bißchen mehr Nachdenken – aber vielleicht ist das vom Adel heutzutage zu viel verlangt; Charakterdefizite gehört wohl zu dieser Gruppe zu.

    Die Grünen sollten sich mit den Menschen z.B. in BW befassen, nicht mit dem Gesülze der Ditfurt.

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    • Jörg Rupp7. März 2011

      Nun, wenn Jutta meint, uns Dinge unterschieben zu müssen, die falsch sind, dann muss man mindestens mal Stellung nehmen, finde ich. Das schließt ja nicht aus, dass ich mich weiterhin mit der Politik in BW beschäftige.

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  2. Tichodroma7. März 2011

    „es gibt niemanden außer uns GRÜNE, die diesen Bahnhof noch stoppen könnten“

    Vor der von den Grünen angestoßenen Schlichtung gab es eine sehr starke Bewegung, die durch zivilen Ungehorsam S21 hätte stoppen können. Das ist jetzt allerdings vorbei.

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    • Jörg Rupp7. März 2011

      Nein, ich glaube nicht, dass sich ohne den drohenden Wahlgang überhaupt etwas bewegt hätte. Der Preis, ohne Befriedung weiter zu machen, wäre zu hoch gewesen. Übrigens sind die Demonstrationen jetzt im Winter noch beinahe genauso groß wie im Herbst. Daran hat sich wenig geändert. Das Interesse hat sich geändert – aber das wäre auch mit andauernden Demonstrationen passiert.

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  3. Tichodroma7. März 2011

    „In einer Demokratie kann nur mit absoluten Mehrheiten seine Ziele durchsetzen.“

    Im Fall der in den 70er Jahren durch die Anti-Atom-Bewegung verhinderten Anlagen gab es sicher keine absolute, auch keine relative Mehrheit. Trotzdem war diese Bewegung erfolgreich.

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    • Jörg Rupp7. März 2011

      Hier ging es um parlamentarische Demokratie. Sicherlich ist es möglich, über Demonstrationen Korrekturen zu erreichen. Trotzdem hat der Erfolg von Wyhl, Wackersdorf das Atomprogramm nicht gestoppt. Bis heute nicht übrigens. Das geht nur auf der gesetzgeberischen Ebene.

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  4. Tichodroma7. März 2011

    „für die CDU Wahlkampf zu machen“

    Diese taktischen Berechnungen, wer durch welche Analyse, Wahlempfehlung oder Wahlentscheidung welcher politischen Partei hilft oder schadet, halte ich für an den Haaren herbeigezogen.

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  5. Tichodroma7. März 2011

    @Binder

    „Ihr gesamtes Luben war eine Subventionsorgie, die Adelfamilie angefangen, die Schulzeit, Studienzeit, alles hochbezahlt vom Lohn-und Umsatzsteuerzahler – also auch von Rentnern und Hartz IV“

    Zu der Zeit, als Jutta Ditfurth in der Schule war und studiert hat, gab es Hartz IV noch nicht. Das wurde erst eingeführt, als die Grünen in der Bundesregierung waren (natürlich mit Bauchschmerzen).

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  6. Tichodroma7. März 2011

    Warum mir Jutta Ditfurth immer noch besser gefällt, als die Grünen z. B. in Baden-Württemberg? Wegen solcher Aussagen:

    „Freiheit des Staates von Religion bedeutet auch: dass
    esoterisch-irrational-okkulte Lehrprogramm wie in Waldorfschulen nicht staatlich
    finanziert oder sonstwie gefördert werden, wie das heute der Fall ist.“

    http://www.oekolinx-arl.de/OekoLinX-ARL-dok/OekoLinX-ARL_20071004_Moscheebau.pdf

    Im Programm der Grünen wird sogar gefordert, Unsinn wie Waldorfschulen, Antroposophie und Homöopathie noch stärker zu fördern! Wie soll man dazu seine Stimm geben?

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    • Jörg Rupp7. März 2011

      Zu Waldorfschulen kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Das ist genau das, was mich an Jutta zunehmend abstößt: die Reklamierung, die alleinige Inhaberin der Wahrheit zu sein.

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  7. Maik30. März 2011

    Jutta wird hier als verlogen hingestellt.

    Vorher sollten sich doch erst einmal ganz andere an die Nase fassen.

    Ein Trittin stellt sich hin und sagt : Gegen Castor sollte kein Grüner Sitzend, Tanzend oder in anderer Form protestieren.

    Um später als er wieder in der Opposition sitzt sofort wieder Demos zu fordern.

    Oder wie war das noch mit dem Kraftwerk in Hamburg, das es mit den grünen nicht geben sollte ?? Ich sehe es jetzt regelmässig.

    Und wie sieht es mit Stuttgart 21 aus ??? Bis 2009 wurde doch von den Grünen die Bahn aufgefordert endlich mit dem Bau zu beginnen.

    Also erst einmal an die eigene Nase fassen

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    • Jörg Rupp30. März 2011

      In dem veröffentlichten Artikel sagt Jutta nicht die Wahrheit, das habe ich belegt. Und Jürgen Trittin mag dazu aufgefordert haben, nicht mehr zu demonstrieren: wir waren trotzdem da. Für Moorburg haben unsere Hamburger FreundInnen einfach zu viel versprochen: das ist nicht schön, aber so war es nunmal. Da hat man sich glatt in der Rechtslage getäuscht – und konnte mit der CDU auch nicht durchsetzen, den Rechtsstreit zu wagen.
      Niemand bei den GRÜNEN hat die Bahn aufgefordert, den Bahnhof zu bauen. Wenn dem so wäre, gluben Sie denn, das Aktionsbündnis hätte uns mitwirken lassen? Das ist doch lächerlich. Aber danke für Ihren Kommentar.

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  8. Maik31. März 2011

    Es ist also Lächerlich das die Grünen die Bahn aufgefordert haben den Bau zu beginnen.

    Warum haben dann die Grünen eigene Pläne für die Untertunnelung vorgelegt und die Bahn 1995 aufgefordert sofort mit dem Bau zu beginnen.

    Was sagt ihr dann hierzu:

    diesem 35seitigen Arbeitspapier wird auch eine Planskizze zu S 21 vorgelegt, die mit dem heutigen Entwurf nahezu identisch ist. Vorgeschlagen wurde eine Untertunnelung des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit vier Gleisen und einen Tunnel entlang der heutigen Strecke durch den Schlossgarten auf die Filder und von dort nach Ulm. In einer Resolution würdigten die Grünen die Vorteile ihres Tunnelprojektes. Sie hoben die wirtschaftlichen Vorzüge hervor und wiesen auf die ökologischen Folgen eines möglichen Kopfbahnhofs oder eines Ausbaus des Bahnhofs in Bad Cannstatt hin. „Vordergründe Kostenvorteile“ dürften nicht gegengerechnet werden.

    Die Resolution, die in den Gemeinderat der Stadt Stuttgart eingebracht wurde, endet mit der Forderung an die Deutsche Bundesbahn „sich unverzüglich und unmissverständlich auf eine Unterfahrung des Stuttgarter Hauptbahnhofs für den Personenschnellverkehr festzulegen und damit dem wichtigen Unternehmensziel der Deutschen Bundesbahn gerecht zu werden, die Attraktivität des schienengebundenen Personenverkehrs gerecht zu werden“. Die Grünen haben diesem Beschluss einstimmig zugestimmt.

    Die Grünen haben sich damals schon Argumente herangezogen, die heute von den S 21 Befürwortern auch vorgetragen werden. Sie waren damals die Vorreiter und die Initiatoren für das Projekt S 21

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  9. Maik31. März 2011

    Und noch etwas.

    Aus dem Jahre 2009. Man kann hier nicht erkennen das die Grünen gegen den Bahnhof sind sondern nur die Finanzierung gesichert haben möchten.

    Unterzeichnet von der lieben Renate und dem lieben Jürgen.

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/001/1700125.pdf

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  10. Till Westermayer31. März 2011

    Erstens wäre es nett, Quellen gleich mit anzugeben, so dass nicht erst Google bemüht werden muss. Ich finde den oben zitierten Text jedenfalls hier. Zweitens scheint es sich mir bei diesem Arbeitspapier aus den 1990er Jahren (kein offizieller Beschluss!) um die Darstellung ganz unterschiedlicher Szenarien zu handeln – von dem, was heute K21 heißt (und in dem Papier laut der Quelle oben als ‚Stuttgart 21 lean‘ benannt wird) – bis hin zu S21/S21+, wo selbst in der in dem oben verlinkten Blog dargestellten Kurzfassung klar wird, dass „S21″ als 8-gleisiger Tunnelbahnhof bereits damals kritisch gesehen wurde (kann die Zugzahlen bewältigen, … aber kein integraler Taktfahrplan möglich).

    Kurz und gut: manchmal ist es hilfreich, sich ein bisschen genauer mit Dokumenten auseinanderzusetzen, bevor sie als angeblicher Beweis für die Schlechtigkeit der Welt herangezogen werden.

    (Das zweite zitierte Dokument aus dem Bundestag ist übrigens ein grüner Antrag für ein S21-Moratorium, weil vermutet wird, dass das Projekt überhaupt nicht finanzierbar ist. Man kann hier klar erkennen, dass die Grünen gegen das Projekt sind!)

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  11. Till Westermayer31. März 2011

    P.S.: In dem Papier aus den 1990er Jahren heißt es „Aus heutiger Sicht präferieren die Grünen die Varianten ‚Lean‘ oder ‚Kombi‘ …“ (in aktueller Begrifflichkeit: K21 oder („Kombi“) eine kleine Tunnellösung mit 4 Fernverkehrsgleisen im Tunnel und dem Rest des Verkehrs oberirdisch).

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  12. Maik31. März 2011

    Die Antworten erinnern mich irgendwie an Pippi Langstrumpf.

    2 x 3 macht 4
    Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
    Ich mach‘ mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ….

    Die Grünen waren ja nun lang genug mit der SPD an der Regierung. Warum also wurde da nicht Stuttgart 21 gestoppt ??

    Und eine andere Frage hätte ich auch noch gern beantwortet.

    Wieso genehmigt Jürgen Trittin als Umweltminister einen Forschungsreaktor ??

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