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11Jan

Lob vom Handelsblatt und peinliche Attacken der CDU

Zugegeben: Wir haben uns gefreut über das Lob des Handelsblatt für unsere Online-Aktivitäten. Die Wirtschaftszeitung hat den Online-Wahlkampf der baden-württembergischen Parteien etwas näher unter die Lupe genommen und kommt zu folgendem Ergebnis:

„Und die Grünen um Spitzenkandidat Winfried Kretschmann zögern nicht, im Internet kräftig mobil zu machen: „Warum Schwarz-Gelb abgewählt gehört“, „Wie grün bist Du? Mach den Test“, „Mach mit bei Meine Kampagne“ tönt es dort bereits auf der Startseite. Ein Klick entfernt liegt ein großes Spezial zur Landtagswahl.

Als „grünes Gezwitscher“ wird bei Twitter „Street-Art auf Wahlplakaten“ präsentiert: So hatte ein Spaßvogel ein FDP-Plakat zum Dreikönigstreffen überklebt und damit ein „Dreiprozenttreffen“ der Liberalen angekündigt. Auf der Facebook-Seite der Südwest-Grünen haben schon fast 1700 Nutzer den „Gefällt mir“-Button gedrück. Davon können die anderen Parteien nur träumen.“

Weniger gut kommen die CDU und Ministerpräsident Mappus davon:

„Wer auf die Website der baden-württembergischen Christdemokraten klickt, der könnte den Eindruck gewinnen, in Südwest stünde gar keine Schicksalswahl an.

Brav wünscht dort die CDU Baden-Württemberg vor buntem Feuerwerk „alles Gute für das Jahr 2011“. Ein direkter Link auf Wahl oder Wahlkampf findet sich dort nicht. Über den Kurznachrichtendienst Twitter meldet die Partei dazu eine „gesegnete und besinnliche Weihnachtszeit“.

Noch angestaubter kommt der Internetauftritt von Stefan Mappus selbst daher. Unter dem Stichwort „Aktuelles“ findet sich zuallererst der „Sommer-Tour-Blog“ des Ministerpräsidenten – vom September vergangenen Jahres. Dort wird unter anderem verkündet, Mappus sei bei einem Treffen mit einer Wandergruppe im Geislinger Stadtpark tatsächlich „einen Teil der Wanderstrecke mitgelaufen“. Das Foto zeigt den Landesvater in einem drollig gestreiften T-Shirt.“

Und durch die neuesten Online-Attacken der Konservativen auf uns Grüne wird’s auch nicht besser: Das Niveau der Website www.die-dagegen-partei.de samt dazugehörigem Videostatement des hippen Herrn Gröhe (für alle nicht CDU-Mitglieder: das ist der Generalsekretär der CDU) bewegt sich zwischen „armselig“ und „nur noch peinlich“. Das Ganze wird aber von einem Video der bayerischen Schwesterpartei noch locker unterboten. Dort heißt es:

„Ein Männlein steht im Walde ganz grün und dumm.
Es hat vor lauter Protest eine Steinschleuder um.
Grün sein und dagegen sein, mit Pflaster-, Schottern, Ziegelstein.
Ach wie froh bin ich doch kein Grüner zu sein.“

Was lernen wir daraus? Jeder blamiert sich so gut er kann. Und: Es ist echt beeindruckend, für wie blöd CDU und CSU die Wählerinnen und Wähler halten müssen.

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Kommentare

  1. Tilo11. Januar 2011

    ZEIT online kommentiert den CSU-Spot wie folgt:

    Die CSU erreicht ein Allzeit-Tief. Hier ein neuer Videospot der CSU gegen die Grünen. Vermutlich haben sich die Verantwortlichen sagen lassen: „So ist das im Netz, da ist alles ein bisschen grober! Da muss man holzen!“ Nein, das ist es nicht. Und Ihre Fehleinschätzung der Netzkultur wird Ihnen zu Recht um die Ohren fliegen. Siehe z.B. http://search.twitter.com/search?q=csu+video&result_type=recent&lang=de

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  2. Sonya12. Januar 2011

    Beim Wahlkampf ist nun endlich auch der Schritt da, Onlinekampagnen mit zu bewerten. Recht so, denn für mich zählen nur geschriebene Wörter!

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