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04Jan

Grünzeug am Mittwoch 100: Fünf Fragen an … Bärbl Mielich

Die Vorstellungsrunde des Spitzenpersonals für den grünen Landtagswahlkampf im „Grünzeug am Mittwoch“ schließt heute mit fünf Fragen an Bärbl Mielich.

Die gebürtige Wuppertalerin lebt seit langem im südlichen Breisgau und ist dort seit den 1980er Jahren grün-aktiv. Von 1987 bis 2009 war sie Kreisrätin im Kreistag des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, davon 18 Jahre lang Fraktionsvorsitzende. Als Dipl.-Sozialpädagogin arbeitet sie als Familienmediatorin.

Seit der letzten Landtagswahl ist Bärbl Mielich Abgeordnete für den Wahlkreis Breisgau. Sie ist in der Fraktion für die Themen Gesundheit, Pflege, Alter, Behinderte und Psychiatrie zuständig und seit Juli 2009 zudem Mitglied des Fraktionsvorstandes der Landtagsfraktion. Im Spitzenteam steht sie insbesondere für Fragen sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe.

Mehr über Bärbl Mielich auf ihrer Website baerbl-mielich.de und natürlich in den Antworten auf meine fünf Fragen:

Du bist seit 1984 Mitglied der Grünen. Wie bist du zu den Grünen gekommen – und was hat dich bewogen, dabei zu bleiben?

Für mich war der Beitritt die logische Fortsetzung meines politischen Engagements während des Studiums. Als Mitglied der „Spontigruppen“ war es mir schon damals sehr wichtig, direkt an politische Willensbildung beteiligt zu sein. Besonders gefallen hat mir darum, dass alle Mitglieder den Kurs der Partei mitbestimmen, es nicht, wie in anderen Parteien eine Politik der Funktionäre gibt. Ich bin bei den Grünen geblieben, weil ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass es in der bundesdeutschen Politiklandschaft keine Alternative gibt und ich mich stattdessen lieber in den Zeiten einer zähneknirschenden Zustimmung für inhaltliche Veränderungen innerhalb der Partei engagiert habe.

Unser aktuell gültiges Grundsatzprogramm trägt das Jahr 2020 im Titel – welcher grüne Grundwert, welches grüne Prinzip muss für dich in zehn Jahren auf jeden Fall noch gültig sein, damit die Grünen die Grünen bleiben?

Soziale Gerechtigkeit in Verbindung mit dem ökologischem Umbau sind für mich untrennbar miteinander verknüpft und müssen beide Kernziele der Grünen bleiben. Wir müssen den ökologischen Umbau konsequent umsetzen und das werden wir nur schaffen, wenn wir die dringenden sozialen Fragen in dieser Gesellschaft so lösen, dass Armut verhindert wird und Bildung für alle zugänglich ist und genutzt werden kann.

Dazu werden wir auch die sozialen Sicherungssysteme umbauen müssen. Ich bin nach wie vor eine engagierte Streiterin für das bedingungslose Grundeinkommen als Basis für ein Leben jenseits des Existenzminimums und fest überzeugt, dass wir es damit schaffen die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft zu überwinden.

Was siehst du als deinen größten grünen Erfolg bisher an?

Der grüne Landesverband Baden-Württemberg hat sich für das bedingungslose Grundeinkommen ausgesprochen. An der Entscheidung habe ich deutlich mitgewirkt und freue mich über dieses Ergebnis, dass es in den nächsten Jahren auf die Bundesebene zu übertragen gilt, sehr.

Im Spitzenteam stehst du für das Thema Sozialpolitik. Wo brennt es da in Baden-Württemberg – was muss sich als erstes ändern?

Wir brauchen eine bedarfsdeckende Ganztagsbetreuung für kleine Kinder und den Ausbau der Ganztagsschulen. Dazu gehört auch der Zuschuss zum Mittagessen, damit alle Kinder daran teilnehmen können. Teilhabe in unserer Gesellschaft ist auch Teilhabe am Gesundheitssystem. Wir werden uns sehr bald für neue Versorgungsstrukturen einsetzen, damit alle Baden-WürttembergerInnen eine gute wohnortnahe Gesundheitsversorgung beanspruchen können.

Abschließend noch die Frage: welches Buch hast du zuletzt gelesen – und wem würdest du es gerne weiterempfehlen?

Ich gönne mir gute Krimis als Belohnung für konzentrierte „Stuttgarttage“ und habe als letztes den sehr spannenden Krimi von Jacques Berndorf, „Bruderdienst“ (ein Band aus seiner BND-Folge) gelesen. Drei Bücher gibt es mittlerweile in dieser Reihe, alle sind sehr gut geschrieben und äußerst spannend. Ich empfehle sie all meinen politischen MitstreiterInnen, die zum Vergnügen lesen wollen.

Vielen Dank!

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Kommentare

  1. Hendrik5. Januar 2011

    Damit ist klar, dass ich im März zum ersten Mal grün wähle. Auf das Bedingungslose Grundeinkommen!

       0 likes

    Antworten
  2. Max11. Januar 2011

    Hallo,
    jap, ich kann meinem Vorposter nur zustimmen, auch wenn ich nicht das ertse Mal grün wähle ;)!

    Gruß, Max

       0 likes

    Antworten

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