Weiter zum Inhalt
Bildung & Grünzeug am Mittwoch & Wirtschaft & Soziales » Grünzeug am Mittwoch 099: Fünf Fragen an … Winfried Kretschmann
29Dez

Grünzeug am Mittwoch 099: Fünf Fragen an … Winfried Kretschmann

Wie bereits 2006 ziehen Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg wieder mit dem Fraktionsvorsitzenden Winfried Kretschmann als Spitzenkandidaten in den Wahlkampf. Anders als 2006 ist er aber diesmal mehr als nur die grüne Identifikationsfigur – diesmal könnte es mit Grün-Rot klappen, und damit ist der Spitzenkandidat auch der grüne Vorschlag für den Ministerpräsidenten. Entsprechend groß ist das Interesse überregionaler Medien (z.B. taz, ZEIT oder SPIEGEL).

In meiner kleinen Vorstellungsrunde zum Spitzenpersonals darf der Spitzenkandidat natürlich nicht fehlen. Die Eckdaten sind bekannt: bis 1977 Studium an der Uni Hohenheim „in linksradikalen K-Gruppen“, seit 1980 – mit Unterbrechungen – Mitglied des Landtags, seit 2002 grüner Fraktionsvorsitzender. Daneben über viele Jahre als Lehrer für Biologie, Chemie und Ethik tätig, und bis heute vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken bis zum Schützenverein Laiz vielfach ehrenamtlich engagiert. Mehr dazu, zu seiner Biographie und zu seinen politischen Positionen ist auf winfried-kretschmann.de zu finden.

Damit zu meinen fünf Fragen:

Du bist seit 1980 Mitglied der Grünen, hast sie mit gegründet. Wie bist du zu den Grünen gekommen – und was hat dich bewogen, dabei zu bleiben?

Die spätere Landeschatzmeisterin Irmgard Bonlis hat mich geworben. Die grüne Idee wurde im 20. Jahrhundert geboren, entwickelte sich dann so dynamisch bis heute, so dass jetzt zur zentralen politischen Idee des 21. Jahrhunderts geworden ist.

Unser aktuell gültiges Grundsatzprogramm trägt das Jahr 2020 im Titel – welcher grüne Grundwert, welches grüne Prinzip muss für dich in zehn Jahren auf jeden Fall noch gültig sein, damit die Grünen die Grünen bleiben?

Das Prinzip der Nachhaltigkeit auf allen Gebieten der Politik, sei es in der Finanzpolitik, in der Wirtschaftspolitik, beim Verkehr oder in der Bildung oder natürlich in der Ökologie ­- das Prinzip lässt sich auf alle relevanten Politikfelder übertragen.

Was siehst du als deinen größten grünen Erfolg bisher an?

Das letzte Wahlergebnis am 26.3.06 mit 11,7%, bei dem ich die Ehre hatte, Spitzenkandidat zu sein. Das war für uns damals ein sehr gutes Wahlergebnis.

Auf anderem Gebiet ist es sicherlich die Tatsache, dass es zur Schlichtung auf Augenhöhe zu Stuttgart21 kam, ein großer Erfolg der Bewegung und der Grünen. Jetzt geht’s darum: Welche Schlüsse ergeben sich daraus? Machen wir aus den Trampelpfaden für die Bürgergesellschaft in die Institutionen hinein Autobahnen, wie sie für die traditionellen Lobbyisten und Interessengruppen bereits ausgebaut sind?

Als Spitzenkandidat stehst du insbesondere auch für die Themen Wirtschaft und Bildung. Wo brennt es da in Baden-Württemberg – was muss sich als erstes ändern?

Die Wirtschaft beginnt zu „grünen“, aber schwarz-gelb bremst. In der Bildungspolitik muss sich das Schulsystem für Kreativität von unten öffnen. Individuelle Förderung und die Entkoppelung von Bildungsaufstieg und Herkunft sind dabei zentrale Anliegen.

Abschließend noch die Frage: welches Buch hast du zuletzt gelesen – und wem würdest du es gerne weiterempfehlen?

„Lust auf Barock: Himmel trifft Erde in Oberschwaben“ von Manfred Thierer. Das ist die passende und höchste aufschlussreiche Einstiegslektüre für alle die, die Oberschwaben noch nicht kennen.

Vielen Dank!

*

Zuletzt vorgestellt:

Bislang wurde kein Kommentar hinterlassen. Du kannst hier einen Kommtenar schreiben.
Hier ist die TrackBack URL und der Kommentar-Feed des Artikels. Du kannst den Artikel auch auf Twitter oder Facebook posten.

Schreibe einen Kommentar

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
42 Datenbankanfragen in 0,504 Sekunden · Anmelden