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21Dez

Grünzeug am Mittwoch 098: Fünf Fragen an … Gisela Splett

Die Vorstellung der Mitglieder des Spitzenteams und des Spitzenkandidaten setze ich heute mit fünf Fragen an Gisela Splett fort. Die Landtagsabgeordnete aus Karlsruhe deckt im Spitzenteam das Themenfeld Umwelt- und Naturschutz ab – ein Thema, zu dem sie als promovierte Geoökologin auch fachlich vielfältige Bezüge hat.

Von 1999 bis 2006 war Gisela Splett Stadträtin in Karlsruhe, seit März 2006 ist sie Landtagsabgeordnete. Sie kandidiert erneut im Wahlkreis Karlsruhe-Ost. In der Landtagsfraktion ist sie für Umwelt- und Naturschutz zuständig, aber auch für die Entwicklungspolitik. Ihre Website: gisela-splett.de

Du bist seit 1997 Mitglied der Grünen. Wie bist du zu den Grünen gekommen – und was hat dich bewogen, dabei zu bleiben?

Mein Thema ist Ökologie und ich habe deshalb schon immer Grün gewählt. Zum Parteieintritt hat mich die Überlegung gebracht, dass Demokratie ja nur funktionieren kann, wenn möglichst viele Menschen sich aktiv beteiligen. Zum Dabeibleiben die Gegenfrage: Warum hätte ich wieder gehen sollen?

Unser aktuell gültiges Grundsatzprogramm trägt das Jahr 2020 im Titel – welcher grüne Grundwert, welches grüne Prinzip muss für dich in zehn Jahren auf jeden Fall noch gültig sein, damit die Grünen die Grünen bleiben?

Der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen muss ein Kernziel unserer Politik bleiben.

Was siehst du als deinen größten grünen Erfolg bisher an?

Das kann ich nicht eindeutig benennen. Ich war sieben Jahre lang Stadträtin und bin seit bald fünf Jahren Landtagsabgeordnete und habe gelernt, dass viele Effekte meiner Arbeit indirekter Natur sind und schnelle, kausal eindeutig zuordenbare Erfolge Seltenheitswert haben.

Eine Sache über die ich mich im Landtag freue, ist, dass ich zu einer Wiederbelebung der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi beitragen konnte.

Im Spitzenteam stehst du für das Thema Umweltpolitik. Wo brennt es da in Baden-Württemberg – was muss sich als erstes ändern?

In der Umweltpolitik wurden in den letzten Jahrzehnten insbesondere in den Bereichen Erfolge erzielt, in denen sich durch technischen Fortschritt etwas bewegen ließ (z.B. Abwasserbehandlung, Filtertechnik u.ä.). Nicht gelungen ist die notwendige Veränderung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise hin zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung: unser Ressourcenverbrauch und unser ökologische Fußabdruck insgesamt sind immer noch viel zu groß. Jenseits aller Einzelthemen, sei es im Naturschutz, in der Energiepolitik oder bei Lärmschutz und Luftreinhaltung, sehe ich das als die große Herausforderung, der wir uns stellen müssen.

Abschließend noch die Frage: welches Buch hast du zuletzt gelesen – und wem würdest du es gerne weiterempfehlen?

Leider bleibt zum Lesen guter Bücher zu wenig Zeit. Als letzte „leichte“ Lektüre habe ich passend zu meinem neuen Hobby Imkern den badischen Krimi „Bienen-Stich“ von Brigitte Glaser gelesen. War eine prima Zuglektüre, die ich auch anderen Bahnreisenden empfehlen kann.

Vielen Dank!

*

Zuletzt vorgestellt: Andreas Schwarz

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