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Bundespolitik & Wirtschaft & Soziales » Der Verteilungskrise entgegenwirken
26Nov

Der Verteilungskrise entgegenwirken

„Die Grünen entwickeln sich zur Enteignungspartei“ titelte die Welt über die BDK. Angesichts der zunehmenden sozialen Ungleichheit, der Erosion der Mittelschicht und der Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland wirkt ein solcher Kommentar wie nicht von dieser Welt. Wer die Tatsachen negiert, die ein zunehmendes Maß an Ungleichheit in Deutschland zeigen, versteht auch nicht die Ursachen von Verdrossenheit und Zynismus gegenüber Politikerinnen und Politikern, die letztlich eine Bedrohung für Demokratie und Marktwirtschaft werden können.

Mit dem Grünen New Deal haben wir Grünen eine Antwort auf die Verteilungskrise gegeben. In einem Papier mit Cem Özdemir lege ich dar, wie der „neue soziale Ausgleich“ aussehen muss und warum er sich nicht nur auf Steuern und Transfers beschränken darf.

Für Kritik, Anregungen und Kommentare sind wir Euch dankbar.

Hier könnt ihr unser Papier herunterladen.
Der Verteilungskrise entgegenwirken

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Kommentare

  1. Volkan Arabi29. November 2010

    Super PDF! Danke! Sehr interessant und empfehlenswert zu lesen!

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  2. Frank Küster2. Dezember 2010

    Interessanter Text mit vielen guten Ideen. Was mich wundert: Er erweckt den Eindruck, als würde die Einführung einer Bürgerversicherung auf alle Einkommen – doch wohl ohne Bemessungsgrenze – vor allem die Superreichen belasten.

    Aber müssen nicht auch normale Gutverdiener mit höheren Kosten rechnen, zum Beispiel ich mit ca. 80 000 € Brutto in der Familie von zwei Verdienern? Nun sehe ich selbst zwar die Vorteile – vor allem wenn die Kommunalfinanzen saniert würden. Aber wir sollten den Leuten reinen Wein einschenken!

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  3. Dennis De2. Januar 2011

    Wir haben keine “Verteilungskrise” auch wenn das populistisch schön klingt. Was wir seit geraumer Zeit erleben ist eine Verschiebung der wirtschaftlichen Zentren von der westlichen Hemisphäre hin zu den BRIC Staaten insbesondere China und Indien.
    Das hat eine spürbare Veränderung der Wirtschafts- und Produktionsstrukturen zur Folge. So sind die wachsenden Absatzmärkte nicht mehr in Europa oder USA, sondern in Asien. Infolge dessen ziehen immer mehr mittlere und große Produktionsstätten aus Europa nach Asien. Übrigens gilt das inzwischen auch für mittelständische Unternehmen.
    Stabile Jobs die solche Produktionsstätten besonders den unteren und mittleren Einkommensschichten bieten, werden dadurch bei uns sukzessive weniger bzw. fallen mancherorts ganz weg, wodurch rechnerisch der Anteil der Niedriglohnjobs steigt. Noch vergleichsweise verschont sind die höher dotierten Jobs in Bereichen wie Entwicklung, Design oder Management. Das bedeutet, die Einkommensperspektiven unterer Bildungsschichen nehmen ab während die Perspektiven besser ausgebildeter sich noch nicht verschlechtert haben bzw. sich bei internationaler Reise- und Einsatzbereitschaft sogar erhöhen.
    Statistisch führt das zu noch geringeren Durchschnittseinkommen im unterem Einkommensbereich (weil der Anteil der Niedriglohnjobs gestiegen ist) und höheren im oberen Einkommensbereich während die mittlere Einkommensschicht allmählich schrumpft.
    Diese bedauerliche Entwicklung hat aber nichts mit vermeintlichen Verteilungswirkungen einer kapitalistischen Marktordnung, fehlgeleiteten Finanzmärkten, bösen Großunternehmen oder dergleichen zu tun – auch wenn das mancherorts gut klingt. Diese Entwicklung hat ihre Ursache vielmehr darin, dass die Verschiebung der Wirtschafts- und Nachfragezentren und die Veränderung unserer Wirtschafts- und Produktionsstrukturen zu der das führt, zu schnell erfolgten und wir noch kein Rezept für diese neue Situation haben.
    Almosen im Sine von Finanz- und Sozialtransfers sind aber keine nachhaltige Lösung. Die Menschen wollen keine Almosen, die Menschen wollen sichere Arbeitsplätze von denen sie ohne zusätzliche Sozialtransfers leben und sich ggf. einen kleinen Wohlstand aufbauen können. Steuererhöhungen führen aber nicht zu mehr Arbeitsplätzen. Sie erhöhen nur die Staatsquote am BSP.
    Nachhaltig lässt sich das Problem nur lösen wenn wir den Anteil gering Ausgebildeter reduzieren, denn für diese Gruppe wird es zukünftig noch weniger Jobs geben. Gleichzeitig müssen neue Arbeitsplätze im Inland entstehen. Eine sachliche und auf die veränderte Wirtschaftsstruktur eingehende Wirtschaftspolitik unterstützt durch eine ernsthafte Bildungs- und Innovationsoffensive wären da vermutlich hilfreicher.

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