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14Apr

Grünzeug am Mittwoch 062: Männermanifest und Genderdebatte

Wie von Silke schon erwähnt, gibt es ein grünes Männermanifest (ergänzendes beim Mitunterzeichner Dieter Janecek). Vieles am Manifest gefällt mir sehr gut. Wobei: eigentlich brauchen wir statt einem Mannifest ein Gender_fest. Oder – die Wortspiele werden jetzt etwas peinlich – ein Gender_offen. Soll heißen: so wichtig es ist, die Relevanz von Feminismus, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit aus „Männersicht“ klar zu machen, so wichtig wäre es, in der Partei einen die Geschlechterkategorien übergreifenden, breiten Diskussionsprozess über moderne Geschlechterpolitik anzustoßen. Vielleicht ist es auch Zeit für eine für alle offene „BAG Geschlechterpolitik“.

Obwohl viel richtiges drinsteht, bleibt – bei der Perspektive kaum zu vermeiden – auch beim Männermanifest die Geschlechterpolarisierung nicht aus. Mir wäre es wichtig, dass der Ausgangspunkt für eine moderne grüne Geschlechterpolitik eben nicht die Biologie ist. Die bestehenden, mit Macht aufgeladenen Geschlechterverhältnisse – gesellschaftliche Strukturen, die Chancenungleichheit (meist zu Lasten von Frauen) herstellen und forttragen – müssen weiter Thema sein. Hier hilft z.B. die Quote. Quer dazu liegen lebenslagenspezifische Herausforderungen, wie beispielsweise das Leben mit Kindern und Karriere. Viele Probleme sind dabei unabhängig vom Geschlecht. Erschwerend – für Frauen und für Männer – kommen dominierende Rollenerwartungen hinzu.

Ziel wäre es letztlich, um das Manifest zu zitieren, „die Vision einer Gesellschaft verschiedenster Individuen, die unter gleichen Bedingungen zusammenleben“ politisch auszuformulieren.

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Kommentare

  1. Alter Schwede15. April 2010

    Ich wundere ich mich immer wieder ueber die phänomenale Realitätsferne von Thesen und Meinungen bei den „Gruenen“.
    Alles, aber auch wirklich alles was diese Partei vertritt, ist fuer den normalen Sterblichen vollkommen unbrauchbar.
    Ob es eure -von der Realität widerlegte- Integration ist, euer Gender Mainstreaming, eure Innen- oder auch Aussenpolitik, nichts davon ist irgendwo in der Wirklichkeit verankert.
    Ihr habt den Menschen nicht vorzuschreiben das sie Millionen Ausländer in Deutschland lieben muessen, welches Auto sie zu fahren haben, wie man gefälligst als Mann oder Frau zu „sein“ hat, was man zu denken oder zu sagen hat.
    Ich lese immer wieder das ihr eigentlich die wahren Faschisten in unserer Gesellschaft seid weil ihr den Menschen auch noch vorschreiben wollt wann sie Nahrung zu sich zu nehmen zu haben und wann das nicht zu geschehen hat. Ja, ich kann nicht umhin festzustellen das die Gruenen und die Linken mit ihrem -jetzt schon- unerträglichen Gesinnungsterror die eigentlichen Faschisten in unserer Gesellschaft sind. Gruene und Linke…?
    Nein danke…!
    Ein Partei die derart weit von jeglicher Realität entfernt ist, ist nicht politikfähig.

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  2. Till Westermayer15. April 2010

    Ist das so?

    Allerdings frage ich mich ja schon, warum Menschen, die ganz offensichtlich überhaupt kein bißchen Interesse an dem haben, was Grüne politisch fordern und umsetzen, so gerne und vehement auf grünen Websites kommentieren. Haßliebe? Masochismus? Oder doch einfach nur Trolling?

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  3. Stefan16. April 2010

    Es gibt fundementale Unterschiede zwischen Mann und Frau die biologisch begründet sind. Daraus sind unsere Gesellschaften gewachsen, daraus haben sich Rollenbilder geformt. Und das ist auch gut so. Was in diesem Artikel und vielen weiteren feministischen Manifesten suggeriert wird ist Gleichmacherei der Geschlechter. Mag ja in der Theorie so gerecht klingen, versagt aber in der Praxis. Die niedrigen Geburtenraten, die hohe Anzahl an Scheidungen u.ä. sind die Folge. Welche Frau fühlt sich schon von einem sogenannten Softie sexuell angezogen? Dieses „grüne“ Manifest ist „grün hinter den Ohren“. Soll nicht heißen dass alle herkömmlichen männlichen Rollenbilder gut sind, aber sie komplett zu verwerfen heißt die eigenen Eier zu leugnen. Männer, lasst uns unsere Rollen überdenken, aber nicht alles an das schwache Geschlecht hergeben. Back to Roots. Wir haben das Rad erfunden, wir haben uns getraut Feuer zu machen. „Schuld“ ist das Testosteron. Darauf können wir stolz sein. Wir haben Eier in der Hose und Frauen kriegen die Kinder. Ist doch Okay. Ich kenne die emanzipertesten Emanzen die bei ‚ner kleinen Maus im Raum auf nen Stuhl springen, vor ner Spinne laut aufschreien und Angst im Dunkeln haben. In der Öffentlichkeit wettern sie gegen die Macht der Männer, doch wenn sie auf einen „richtigen Mann“ treffen machen sie die Beine breit. Der Macht der Biologie sind sie nämlich genauso unterworfen wie wir Männer. Da nützt alles Gerede von konstruierten Rollen nichts. Frauen sind mit ihren kognitiven Fähigkeiten den Männern im Durchschnitt überlegen, sie bilden durchschnittlich einen höheren Anteil auf Gymnasien und Uni`s, sie sind im Mittel auch stabiler und robuster angelegt als die Männer. Dies liegt u.a. in den Chromosomen begründet. XX Chromosomen bilden weniger Ausreißer als XY. Die Männer sind folglich vermehrt ober- und unterhalb des Durchschnitts vertreten. Zu den Ausreißern nach oben zählen die Genies, welche in ihren Spitzenleistungen den Frauen überlegen sind. Oder sind die vielen männlichen genialen Leistungen der überlieferten Geschichte einzig auf die Unterdrückung von Frauen zurückzuführen?

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