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Grünes & Umwelt, Klima & Energie » Wind schlägt Atom
25Mrz

Wind schlägt Atom

Gleich zwei neue Meldungen überraschen (mehr oder weniger), besonders interessant, dass dieses Mal große Energiekonzerne wie Eon und Edf oder EnBW dahinterstehen.

Grüne werden häufig gefragt, wie sie den Ausstieg aus der Atomkraft kompensieren wollen, ohne dass eine Stromlücke entsteht. Dieses Märchen ist längst entkräftet.

Jetzt wird aber deutlich, warum die großen Energiekonzerne sich bisher so sehr gegen nachhaltige und lukrative Erneuerbare Energien gesperrt haben: stehen sie doch ihren Atomkraftwerken im Weg. So haben Edf und Eon angekündigt, dass sie keine neuen Atomkraftwerke in England bauen werden, wenn die Regierung nicht das Ziel von 35% Erneuerbaren bis 2020 hinunterkorrigiert. Denn die Windkraft macht Atomkraftwerke unwirtschaftlich, da bei starkem Wind zu viel Strom produziert werden würde, die Atomkraftwerke runtergefahren werden müssten. Das schmälert die Rentabilität für die Atomstromproduzenten und eventuell sind sogar nicht mal mehr die Fixkosten der Reaktoren während ihrer Lebenszeit  zu erwirtschaften. Neben der vielen anderen gewichtigen Argumente gegen die Atomkraft (Hohes Risiko, Atommüll etc.) wird nun deutlich, dass diese unflexible Dinosauriertechnologie den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Wettbewerb auf dem Energiemarkt hemmt.

Übrigens der Anteil der Erneuerbaren Energien liegt in Großbritannien bei 2%, in Deutschland bei knapp 15 %.

Warum wohl haben die atomgläubige Landesregierung und die CDU in der Regionalplanung sowie die EnBW solange einen Feldzug gegen die Windkraft  in Baden-Württemberg geführt?

Wobei: die EnBW hat gerade eine Studie vorgestellt, in der klar wird, dass Baden-Württemberg bei der Windkraft erheblichen Nachholbedarf hat, vor allem wenn die Landesregierung die von ihr selbst gesteckten Ziele erreichen will.  Weiterer positiver Effekt beim Ausbau der Windkraft : neue Arbeitsplätze.

Also: Atom aus, Wind und mehr Erneuerbare her!

P.S. Weitere überzeugende Argumente gegen Atomkraft finden sich hier.

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Kommentare

  1. johannes27. März 2009

    Man sieht es geht auch ohne die Atomkraft!

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  2. Von der Moralischen Seite ist die Überschrift richtig.Die Dinger sind bei falscher Handhabung
    sehr gefährlich,keine Frage,Siehe April 1986

    Von der Technische Seite her falsch

    Selbst ein kleines Atomkraftwerk erzeugt erstaunliche Leistung.´,Um das mir Windkraft hinzubekommen müsste man einen halben Landkreis mit Windrädern zuplastern.
    Also ich meine Jetzt um eine Bestimmte Menge
    Storm gleichmassig und zuverlässig „bereitzustellen.

    Das große Problem ist der „Abfall“,Wo ist schon Platz um was Tausende von Jahren sicher zu lagern,das in sehr hohem Masse gesundheitsgefährlich ist

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  3. Agnieszka30. März 2009

    Die Aussage ist ja nicht, dass man die Menge an Strom, die durch Atomkraft erzeugt wird 1:1 durch Windkraft ersetzen kann. Das langfristige Ziel sind 100% Erneuerbare Energien in einem vernünftigen Mix aus Wind, Sonne, Wasser etc. am besten aus kleinen dezentralen Einheiten.
    Atomkraft verhindert aber den Wettbewerb und die Erneuerbaren – wie die Konzerne selbst zugeben.

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  4. kathi16. April 2009

    Der Windkraft gehört die Zukunft , doch gerade wenn schnell viel Energie benötigt wird , werden in windamen Gegenden immer noch Atommeiler gepflanzt bzw. neu eröffnet . Dies lässt den alternativen Energieerzeugungen wenig chance

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  5. DAN PAZARA, 26.05.2009 um 13:50
    Adhoc Pressemitteilung

    OMV Tochter Petrom investiert 20 Millionen in ARCHEA Biogasanlagen

    Der Ölmulti aus Rumänien investiert in Biogas und erstellt bis 2011 mehrere Biogasanlagen in Rumänien. “Wir sind eine strategische Partnerschaft zur Erreichung gemeinsamer Ziele eingegangen”, sagte Mariana Gheorghe Cief Executive Officer Petrom. “Wir wollen mit ARCHEA Biogas NV im Ersten 10 Anlagen bis 2011 errichten und betreiben. Wir wollen die Marktführung in Rumänien auf dem Sektor der erneuerbaren Energie ausbauen und setzen auf den Komplettanbieter ARCHEA Biogas NV. Eine Beteiligung an ARCHEA Biogas NV ist geplant um unsere langfristige Kooperation zu unterstreichen. Starke Partner sichern den Erfolg und garantieren Synergieeffekte auf diesem Segment” so Mariana Gherghe

    Dan Pazara
    Director of Corporate Communications
    Calea Dorobantilro 239
    District 1
    010567 Bucharest
    Romania

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