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Gesundheit & Wirtschaft & Soziales » Ärzte auf den Barrikaden – zu viel rumgedoktert?
22Mrz

Ärzte auf den Barrikaden – zu viel rumgedoktert?

Drei Milliarden Euro mehr wurden den Ärzten für 2009 versprochen. Dazu noch eine Honorarreform. Die große Koalition wollte den Ärzten gefallen – das Gegenteil wurde erreicht.
Die Ärzte gehen auf die Barrikaden und schließen teilweise bis zum Quartalsende ihre Praxis. Viele von ihnen bekommen weniger statt mehr und sind deshalb zu Recht wütend. Denn versprochen, wurde etwas anderes. Neuerdings wird pro Patient gezahlt und abgerechnet – es lohnt sich also möglichst viele Menschen zu behandeln. Qualität sieht anders aus. Vor allem Ärzte mit vielen chronisch Kranken oder alten Menschen leiden darunter.
Zusätzlich verteilt die Honorarreform kräftig von West nach Ost um. Ärzte im Osten freuen sich über höhere Gehälter. Dies hilft die Lücken in der dortigen Gesundheitsversorgung zu schließen. In Baden-Württemberg hingegen kommt weniger an, da die Honorare schon höher waren.
In einigen Regionen horten die kassenärztlichen Vereinigungen das eingenommene Geld, statt es an die Ärzte weiterzugeben. Sie tun das auch, weil sie dem neu eingeführten Gesundheitsfonds noch nicht trauen. Anderswo hat die organisierte Ärzteschaft ihren Mitgliedern nicht erklärt, dass ein Teil des Geldes, etwa für Vorsorgeleistungen, erst am Quartalsende überwiesen wird.
Vor allem aber wird sich durch den ab 2009 geltenden Gesundheitsfonds die Finanzkrise des Gesundheitssystems noch weiter verschärfen. Denn es besteht die Gefahr, dass die Krankenkassen mit dem Geld, das sie aus dem Fonds erhalten werden, nicht auskommen. Entweder werden die Versicherten einseitig dann durch zusätzliche Beiträge belastet oder die Leistungen werden massiv eingeschränkt. VerliererInnen werden in jedem Fall die Versicherten sein. Denn sie müssen entweder alleine für die Zuzahlungen aufkommen, während der Beitrag der Arbeitgeber unverändert bleibt oder aber sie erhalten weniger Leistungen von den Krankenkasse.
Rumdoktern ist der falsche Weg!
Eine Reform ist notwendig, die diesen Namen auch verdient. Deshalb ist es richtig, dass wir an unserer Idee der Bürgerversicherung festhalten. Damit wollen wir verhindern, dass sich ausgerechnet die Leistungsstärksten aus dem solidarischen Umlagesystem in die Privatversicherung flüchten können. Alle Einkommensarten und alle Menschen müssen in die solidarische Finanzierung einbezogen werden. Alle, die krank sind, müssen sich nämlich darauf verlassen können, dass sie Zugang haben zu einem Gesundheitssystem, dass alle gut und ausreichend versorgt.

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Kommentare

  1. marma15. Juni 2009

    Hallo Zusammen,
    ich möchte diesen Blog erstellen, weil ich der Meinung bin, das unsere Gesellschaft immer nach ähnlichem negativem Muster sich verhält.
    Das in unserer Gesellschaft manches nicht mehr ganz in Ordnung ist, ist kein Geheimnis. Angefangen in der kleinsten, aber der wichtigsten Einheit, der Familie.
    Wie viele Kinder müssen bei uns in Deutschland unter eine Scheidung leiden? Das eine
    Scheidung Kinder seelisch schädigt ist auch kein Geheimnis. Jeder weiß es. Das in Familien nicht mehr miteinender geredet wird, wenn es hoch kommt 1 mal am Tag, ist auch nichts Neues. Ansonsten gehen Eltern u. Kinder ihre Wege. Oft Wissen die Eltern gar nicht, was ihre Kinder den Tag über machen. Nicht nur wenn die Kinder weg gehen, sondern auch wenn sie im Kinderzimmer am PC alleine sind.
    Familien leben sich auseinander oder bekämpfen sich gar.
    Kinder sind heute schneller reifer als das noch vor ca.20 Jahren der Fall war. Kinder probieren während ihrer Entwicklung verschiedenes aus um Erfahrungen fürs Leben zu gewinnen. Das ist nicht schlecht. Dennoch sollten Grenzen eingehalten werden.
    Eltern sollten Werte ihren Kindern vermitteln. Doch viele Eltern sind in der Erziehung ihre Kinder überfordert. Es gibt auch Kinder, die ihre Eltern schlagen. Das gibt es nicht nur bei uns, das gibt es auch in der Schweiz.
    Das Kinder oder Jugendliche an gewaltverherrlichende PC Spiele gelangen ist auch jedem bekannt. Diese Spiele halte ich für furchtbar. Den der Mensch verliert sich in einer grauenhaften Scheinwelt, die irgend wann ,psychologisch gesehen , in die Realität umgesetzt werden könnte. So Geschen bei den Amok-Tätern in Deutschland. Auch diese haben diese Spiele gespielt.
    Die Computerspielindustrie sollte solche Spiele nicht mehr entwickeln. Mit solchen spielen wird viel Schaden angerichtet.
    Auch das Thema Mobbing an Schulen, Arbeitsplatz, Nachbarschaft, Familie welches Seelen kaputt machen ist jedem bekannt.
    Diese hoch explosive Mischung aus zerstörten Familien, Probleme der Jugendlichen, keinen Halt mehr zu haben in der Familie oder der Gesellschaft, u. mit Waffen Umgang haben, PC Spiele, Mobbing etc. führt zu dem Gedankengut des Amokläufers. Nun, da es wieder passiert ist, zeigt sich die Gesellschaft, zu recht, tief schockiert. Da hätte man aber was vorher tun können u. nicht warten bis es zu spät ist. Denn die Mängel in unsrer Gesellschaft sind offensichtlich.

    Deswegen habe ich eine Konzeption erarbeitet ,die den Amok verhindern kann u. es erst gar nicht zu so einem Gedankegut bei Jugendlichen kommt.
    Das was bisher gemacht wurde halte ich nicht für ausreichend, wie z.B: Verschärfung von Gesetzten, Bestrafung von Eltern, stärkere Kontrolle für Waffenbesitzer, psychologische Tests etc.
    Ich suche Mensch, die Bereit sind dieses Projekt zu unterstützen, u. die in unserer Gesellschaft was positiv für die Jugendlichen tun möchten. Dieses Projekt möchte jetzt sofort helfen, um weiter Katastrophen zu verhindern, u. unsere Gesellschaft menschlicher zu machen.
    Wer sich angesprochen fühlt u. helfen möchte, bitte schnell melden.

    Es grüßt euch freundlich Marma

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